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E-Autos, LED-Licht, neue Maare

Vertreter der Vulkaneifel (Natur- und Unesco Global Geopark Vulkaneifel, Landkreis Vulkaneifel, Verbandsgemeinde Daun und Ortsgemeinden) bei der Auftaktveranstaltung zum Zenapa-Projekt am Umwelt-Campus in Birkenfeld. Foto: privat
Vertreter der Vulkaneifel (Natur- und Unesco Global Geopark Vulkaneifel, Landkreis Vulkaneifel, Verbandsgemeinde Daun und Ortsgemeinden) bei der Auftaktveranstaltung zum Zenapa-Projekt am Umwelt-Campus in Birkenfeld. Foto: privat FOTO: (e_daun )
Daun. Unesco Natur- und Geopark Vulkaneifel nimmt an großem EU-Klimaprojekt teil und wird mit zwei Millionen Euro gefördert. Es ist einiges geplant. Mario Hübner

Daun Auf dem Umwelt-Campus Birkenfeld fiel der Startschuss für das EU-Projekt "Zenapa" ("Zero Emission Nature Protection Areas"; deutsch: "Null Emissionen Naturschutzgebiete"). Im Rahmen des achtjährigen Projektes stellen sich elf Partner aus acht Bundesländern und dem Großherzogtum Luxemburg der Herausforderung, die Energiewende in Einklang mit Klima-, Natur- und Artenschutz zu bringen", fasste der Projektleiter Professor Peter Heck vom Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) zusammen.
Staatssekretär Thomas Griese vom rheinland-pfälzischen Umweltministerium machte deutlich, dass Klimaschutz und Naturschutz untrennbar zusammengehören. Laut Griese sind in Rheinland-Pfalz inzwischen 73 Prozent der Bäume auch durch den Klimawandel geschädigt, und für viele gefährdete Tier- und Pflanzenarten sei mit fortschreitender Erderwärmung ein weiterer Rückgang zu erwarten. Griese begrüßt, dass durch die Beteiligung des Nationalparks Hunsrück-Hochwald, des Unesco Natur- und Geoparks Vulkaneifel, des Biosphärenreservats Pfälzer Wald und der Verbandsgemeinde Rhaunen viele Maßnahmen in Rheinland-Pfalz umgesetzt würden, die helfen, die Klima- und Naturschutzziele des Landes zu erreichen. Aus Luxemburg wurde der neu gegründete Naturpark Müllerthal als Partner gewonnen. Die Partner eint die Überzeugung, dass es im Projekt gelingen wird, Konflikte von Klima-, Natur- und Artenschutz und die Anforderungen der Energiewende aufzulösen. Andreas Schüller, Geschäftsführer des Unesco Natur- und Geoparks Vulkaneifel sagt: "Die Region erhält durch Zenapa die notwendigen Finanzmittel, um weitere Klimaschutz- und Biodiversitätsmaßnahmen umzusetzen, die wir uns im 2013 verabschiedeten Masterplan vorgenommen haben. Wir wollen die globalen Zielvorstellungen mit Maßnahmen auf lokaler Ebene unterstützen. Es gilt immer noch die Devise: Global denken, lokal handeln."
Und Schüller ist sich darüber hinaus sicher, dass die Teilnahme an Zenapa Startschuss für weitere Unterstützung sein wird. Er spricht von einer Hebelfunktion. "Ich erwarte, dass wir künftig in den Genuss weiterer Förderprogramme kommen werden, die die Bundesregierung in den kommenden Jahren mit Sicherheit auflegen wird. So wie die Unesco-Anerkennung die Aufnahme ins Zenapa-Projekt erleichtert hat."
Extra: DIES IST IN DER VULKANEIFEL GEPLANT:


- Klimaschutzkonzepte für einzelne Quartiere (mindestens zehn Ortsgemeinden) aufstellen. Kofinanzierung eines übergreifenden Klimaschutzkonzeptes für den gesamten Landkreis. - Entwicklung eines E-Mobilitätszentrums mit Ladestationen und Elektrofahrzeugen - Kampagnen für Heizungspumpen und LED-Beleuchtung - unter anderem auch für Sportplätze - Klimaschutzmaßnahmen an Gebäuden - Flutung von Trockenmaaren - Kampagnen zur Anbauvielfalt (alternative Feldfrüchte, Niederwaldwirtschaft, Holzmobilisierung für regenerative Energiegewinnung) - Einstellung eines Klimawandel-Managers zur Umsetzung der lokalen Maßnahmen