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Eifeler Hebamme sammelt weiter

Hebamme Sonja Liggett-Igelmund mit einer Kollegin aus Afrika. Foto: privat
Hebamme Sonja Liggett-Igelmund mit einer Kollegin aus Afrika. Foto: privat
Gerolstein/Auel/Mayen. Sonja Liggett-Igelmund sammelt weiter Spenden, um Schulkinder und Krankenstationen in Ghana zu unterstützen. Nun ist die Hebamme aus Köln, die oft in Auel ist, mit ihrem Verein "Meeting-Bismarck" von einer Drogeriemarktkette ausgezeichnet worden.

Gerolstein/Auel/Mayen. Der jüngste Coup von Sonja Liggett-Igelmund hat für Aufsehen gesorgt: Sie hat einen alten Krankenwagen mit 300 000 Kilometern in einer Werkstatt in Niederprüm auf Vordermann bringen lassen und im Herbst vergangenen Jahres nach Afrika verschifft.
Für die Bevölkerung des kleinen Ortes Have in Ghana ist der Wagen von großem Wert, denn kaum jemand in der Region besitzt ein Fahrzeug und Notfallpatienten fahren teilweise per Anhalter. Dass sich das geändert hat, war möglich durch Spenden und die Unterstützung vieler Helfer.
Die Hebamme aus Köln, die früher am Gerolsteiner Krankenhaus gearbeitet hat, ist noch immer oft mit ihrer Familie in ihrem Haus in Auel. Daher sammelt sie mit ihrem Verein "Meeting Bismarck", vor allem in der Eifel, Spenden und medizinisches Gerät, um die Geburtshilfestation von Have besser auszustatten und den Menschen in der dortigen Region eine bessere medizinische Versorgung zu bieten.
Dafür ist sie in Afrika schon zur "Mama Enyonam", "Die Mutter, die gut zu uns ist", gekrönt worden. Nun sind Sonja Liggett-Igelmund und ihr Verein erneut ausgezeichnet worden. Eine Drogeriemarktkette hat ihr Engagement mit 1000 Euro belohnt. "Schulmöbel, Schuluniformen, Wassertanks, Ausbildung und Ausrüstung von Hebammen, Operationen - all das haben wir vor. Der Preis ist dafür ein Startgeld", sagt Liggett-Igelmund. mh