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Tourismus
Mit neuen Ideen Gäste gewinnen

Daun. Eifeler Tourismus-Fachleute tauschen Erfahrungen mit den Kollegen aus dem Allgäu aus.

(red) Im Urlaub möchte jeder etwas Besonderes erleben, dem Alltag entfliehen, sich entspannen. Für die Touristiker ist es immer wieder eine neue Herausforderung, die eigene Region in den Fokus zu rücken, sie unverwechselbar zu machen und mit neuen Produkten und Dienstleistungen Aufmerksamkeit zu erzielen.

Die Eifel ist eine Region, in die es immer mehr Urlauber zieht. Auch hier machen sich Akteure im Tourismus Gedanken, wie sie mit neuen Ideen Gäste gewinnen können. Die Entwicklung des Konzepts zum Erlebnisraum Eifel-Ardennen zählt dazu. Die ersten sogenannten Muße-Pfade in der Vulkaneifel wurden eingerichtet, auf denen die Wanderer spannende Geschichten hören. Für die Touristiker stellt sich die Aufgabe, die Sehnsüchte und Bedürfnisse der Gäste zu erfüllen. „Wir müssen neue Produkte und Dienstleistungen entwickeln, die merklich von Standardlösungen abweichen. Wir müssen Aufmerksamkeit erzeugen und unsere Produkte am Markt etablieren“, beschreibt Klaus Schäfer, Geschäftsführer der Eifel Tourismus GmbH, die Aufgaben. 2011 habe man sich auf den Weg gemacht und das Konzept zum Erlebnisraumdesign Eifel-Ardennen und die umfassende Geschichte „Kampf der Elemente“ entwickelt. Die Vulkaneifel stehe dabei für das Element „Feuer“. Zeit erleben, Muße erfahren – das sei die Kernbotschaft, die sich durch die Geschichten ziehe. Heinz-Peter Thiel, Landrat des Kreises Vulkaneifel, begrüßte nun Touristiker aus dem Allgäu, wo mit rund 20 Millionen Übernachtungen der Tourismus auch einen hohen Stellenwert hat. Joachim Bernhard, Geschäftsführer der Allgäu GmbH, erklärte, ein gutes Wanderwegenetz hätten viele, doch mit dem Konzept des Geschichten erzählens seien beide Regionen anderen einen Schritt voraus.

Die Allgäuer haben ebenfalls ein neues Wanderkonzept entwickelt: Über drei Weitwanderwege können die Gäste verschiedene landschaftliche Ebenen der Region erleben. Wie bei den Muße-Pfaden sind es auch hier die regionalen Geschichten, die für die Gäste einen Mehrwert bieten. Mit der Einrichtung der Muße-Pfade in der Vulkaneifel ist der Weg der Eifeler Touristiker nicht abgeschlossen. „Weitere solcher Pfade in der Südeifel im Naturwanderpark  Delux sind in Vorbereitung. Zu sechs Wegen liegen bereits eigene Geschichten und Umsetzungskonzepte zu den Muße-Plätzen vor“, blickte Klaus Schäfer voraus. Wichtig sei es, die Bevölkerung von Anfang an mitzunehmen, resümiert Joachim Bernhard. „Das Wir-Gefühl ist entscheidend, der Stolz auf die eigene Landschaft“.

Beide Verbände sind sich einig, die Arbeit noch zu intensivieren. „Wir können viel voneinander lernen und sollten dies vertiefen. Die Eifel und das Allgäu sind auf einem guten Weg“, lautete das Fazit von Geschäftsführer Bernhard und lud die Eifeler zum Gegenbesuch ins Allgäu ein.