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Ein "Sorgenkind" weniger

Sie wollen das Hotel Fasen wieder in die Erfolgsspur bringen: Anke Gräfe mit Sohn Iven, Sven Wolf, Küchenchef Stefan Ponert mit Sohn Paul (2), Jacqueline Ponert und Manfred Schmitz, Geschäftsführer der Urlaubsregion Hillesheim (von links).Foto: Felicitas Schulz
Sie wollen das Hotel Fasen wieder in die Erfolgsspur bringen: Anke Gräfe mit Sohn Iven, Sven Wolf, Küchenchef Stefan Ponert mit Sohn Paul (2), Jacqueline Ponert und Manfred Schmitz, Geschäftsführer der Urlaubsregion Hillesheim (von links).Foto: Felicitas Schulz
HILLESHEIM. Das seit Herbst vergangenen Jahres geschlossene Hotel Fasen ist unter neuer Leitung wieder eröffnet worden. Zwei Ehepaare aus Dresden haben die Führung des traditionsreichen Hauses übernommen. ARRAY(0x59c60cc8)

Eine gute Nachricht kann die Urlaubsregion Hillesheim immer gebrauchen. Vor allem dann, wenn es um die Hotelkapazitäten in der Stadt selbst geht. Denn dort waren bis vor kurzem die beiden Häuser in der Stadtmitte geschlossen.Aus dem "Elbflorenz" in die Eifel

Stadtbürgermeister Matthias Stein (CDU) hatte zwar beim Kandidatenforum desTrierischen Volksfreunds im Vorfeld der Kommunalwahl in Aussicht gestellt, bis Ende des Jahres werde eine "vernünftige Lösung" für das "Hotel Augustiner-Kloster" gefunden. Bis dato aber steht die gute Nachricht für dieses Haus noch aus. Im Gegensatz zum benachbarten "Hotel Fasen", das seit einigen Tagen wieder geöffnet ist. Die neuen Pächter kommen aus Sachsen, genauer gesagt aus Dresden, und wollen in der Eifel sesshaft werden. Die neuen Pächter sind Stefan und Jacqueline Ponert sowie Sven Wolf und Anke Gräfe, beide Paare haben jeweils einen Sohn. Wolf und Gräfe sind Hotelfachleute, während Stefan Ponert für die Küche zuständig ist. "Wir haben mehr als zehn Jahre in unseren Branchen für andere gearbeitet, nun werden wir es für uns selbst tun", erzählt Anke Gräfe imTV -Gespräch. Einer freut sich besonders darüber, dass zumindest in einem der beiden Hotel-"Sorgenkinder" wieder Leben herrscht: der Geschäftsführer der Urlaubsregion Hillesheim, Manfred Schmitz. "Die Betreiber des Hotel Fasen erfüllen die Voraussetzung, das Haus hervorragend zu führen", kommentiert Schmitz die Wiedereröffnung. "Für die Stadt und die gesamte Region ist es ein Glücksfall", ergänzt er.Annonce in einer Fachzeitschrift

Das vorerst für fünf Jahre gepachtete Hotel mit Restauranträumen, in denen bis zu 80 Gäste Platz finden, mit Bierstube, Café und einem Biergarten kann mit gediegenem Mobiliar auf eine über mehr als 100 Jahre gewachsene Atmosphäre bauen. "Interessenten hatten wir genug, die sich meldeten, das Hotel zu führen. Aber von denen war keiner dabei, der die Voraussetzungen dazu erfüllte", berichtet Besitzer Matthias Daniels. Warum es nicht mal mit den jungen Leuten aus Sachsen versuchen, dachten er und seine Frau Gisela, als sie in einer Fachzeitschrift die Anzeige der beiden Freunde lasen, die auf das Hotel passte. Nach Besichtigung, Probekochen und Regelung der Formalitäten zog die Großfamilie nebst Oma und Opa in Hillesheim ein. "Wir sind schon dabei, die angeforderten Formulare zur Klassifizierung durchzusehen. Wäre es nicht wunderbar, wenn Hillesheim ein Hotel mit Sternen bekäme?", fragt Daniels. Der Besitzer baut auf eine erfolgreiche Zukunft des Hauses. Den letzten Anlauf, dem Hotel Fasen wieder neues Leben einzuhauchen, hatte ein Pächterpaar im Sommer 2003 unternommen. Doch schon nach wenigen Monaten warfen sie das Handtuch. Nun dauerte es mehr als ein Jahr, bis sich neue Pächter fanden.