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Umwelt
Eine Vulkaneifel voller Energie

Daun. Besserer Klimaschutz, größere Artenvielfalt, spefizische Konzepte für mehrere Dörfer, mehr heimische Rohstoffe statt Öl und Gas aus dem Ausland: Kreis und Natur- und Geopark beteiligen sich an einem europäischen Projekt. Von Stephan Sartoris
Stephan Sartoris

Klimaschutz, Klimawandel, Energiewende: Begriffe, die seit Jahren die Schlagzeilen dominieren. Allerdings sind viele der Ziele, die sich die große Politik gesteckt hat, kaum noch zu erreichen, und wenn, dann später als geplant. Und auch wenn intensiv diskutiert wird, ist die Bedeutung des Klimaschutzes längst noch nicht in allen Köpfen angekommen. Der Kreis Vulkaneifel und der Natur- und Geopark Vulkaneifel beteiligen sich am großen EU-Klimaprojekt. Mit dabei sind unter anderem auch der Nationalpark Hunsrück-Hochwald, der  Nationalpark Müritz in Mecklenburg-Vorpommern und die Biosphärenreservate Pfälzer Wald und Bliesgau, acht Bundesländer und das Großherzogtum Luxemburg, und 17 Millionen Euro fließen in den kommenden Jahren in mehrere Großschutzgebiete. Acht Millionen Euro steuert die EU bei, der Rest wird von den Projektpartnern und Ko-Finanzierungspartnern aufgebracht. Für die Vulkaneifel steht ein Teilbudget von gut 1,7 Millionen Euro zur Verfügung.

Das Klimaschutzprojekt hat mit Zenapa (Zero Emission Nature Protection Areas, zu Deutsch „Null-Emissionen-Naturschutzgebiete“) keinen wirklich eingängigen Namen, aber eine wichtige Botschaft. Nicht nur große Städte, sondern auch Dörfer sind für die Energiewende wichtig. Der ländliche Raum biete viel Potenzial, wenn es um erneuerbare Energien geht, sagt Projektleiter Professor Peter Heck vom Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) mit Sitz in Birkenfeld:  „Warum die Scheichs noch reicher machen, wenn auch vor Ort Energie produziert und die regionale Wertschöpfung gestärkt werden kann.“

„Den Klimawandel werden wir nicht stoppen, ihn aber durch unsere Beteiligung hoffentlich etwas verlangsamen, auch wenn wir damit schon ziemlich spät dran sind“, sagt Landrat Heinz-Peter Thiel. Ziel sei es, den Kreis in den kommenden Jahren „auf einen zeitgemäßen Stand zu bringen“, sprich eine klimaneutrale  Region zu werden.

Vor diesem Hintergrund hat der Natur- und Geopark im vergangenen Jahr die Stelle eines Klimawandelmanagers eingerichtet. Martin Krämer stammt aus Daun, hat in Schottland studiert und ist seit November 2017 Ansprechpartner für das Zenapa-Projekt. Das Ziel, die Energiewende in Einklang mit den Anforderungen des Klima-, Natur- und Artenschutzes zu bringen, ist für den 31-Jährigen eine „sehr spannende Aufgabe mit einer großen Bandbreite an Themen.“

Beteiligen können sich auch Gemeinden, zehn Dörfer ist das Ziel, „es können auch gern mehr werden“, sagt Martin Krämer. Fünf Orte haben bislang Interesse bekundet oder sich schon fest zur Teilnahme verpflichtet: Densborn, Duppach und Kalenborn-Scheuern aus der Verbandsgemeinde (VG) Gerolstein sowie Mehren und Mückeln aus der VG Daun. „Wir haben uns mit dem Thema Energie der Zukunft schon länger beschäftigt und haben nun die Möglichkeit, professionelle Unterstützung zu bekommen. Mal schauen, was dabei für uns rauskommt“, sagt Lothar Streicher, Ortsbürgermeister der 450-Einwohner-Gemeinde Kalenborn-Scheuern. Mit der Teilnahme an dem Zenapa-Projekt wird zunächst der Ist-Zustand ermittelt, was den Energieverbrauch und die CO2-Bilanz angeht. Darauf basierend werden Vorschläge für Verbesserungen gemacht. „Wir sind gespannt, ob beispielsweise ein Nahwärmenetz möglich wäre“, sagt der seit 2009 amtierende Ortsbürgermeister. „Natürlich müssen wir sehen, was wir uns finanziell leisten können. Und nicht zu vergessen müssen die Bürger überzeugt werden. Bis zur Realisierung möglicher Vorhaben ist es sicher noch ein weiter Weg, aber es ist gut, zumindest diesen ersten Schritt gemacht zu haben.“ Der Kreis und der Natur- und Geopark wollen mit gutem Beispiel vorangehen. Dazu gehören die Entwicklung eines E-Mobilitätszentrums mit Ladestationen und Elektrofahrzeugen, Kampagnen für Heizungspumpen und LED-Beleuchtung (unter anderem auch für Sportplätze), Klimaschutzmaßnahmen an Gebäuden sowie Kampagnen zur Anbauvielfalt (alternative Feldfrüchte, Niederwaldwirtschaft, Holzmobilisierung für regenerative Energiegewinnung).

Tanken an der Steckdose ist mit Elektrofahrzeugen möglich.
Tanken an der Steckdose ist mit Elektrofahrzeugen möglich. FOTO: Christian Altmayer / TV
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