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Umwelt
Eisbär Kuno und der Klimawandel

Das Elektroauto spielt eine wichtige Rolle bei den Inhalten, die die Kinder aus Gerolstein  über den Klimawandel lernen.
Das Elektroauto spielt eine wichtige Rolle bei den Inhalten, die die Kinder aus Gerolstein über den Klimawandel lernen. FOTO: TV / privat
Manderscheid/Gerolstein/Hillesheim. Kinder aus Gerolstein, Hillesheim und Manderscheid lernen im Natur- und Unesco Global Geopark Vulkaneifel die Zusammenhänge rund um den Klimawandel kennen.

Warum schmilzt das Eis am Nordpol? Betrifft uns das auch in der Vulkaneifel? Warum wird es wärmer? Was hat dieses CO 2 eigentlich damit zu tun und was können wir tun? Das sind nur einige der Fragen, mit denen sich die Schüler dreier Grundschulen während der Kinderklimaschutzkonferenzen des Natur- und Unesco Global Geoparks Vulkaneifel spielerisch und mit viel Spaß beschäftigt haben.

Mit einem Stoff-Eisbären namens Kuno und kistenweise Materialien für spannende Experimente an Bord surrte vergangene Woche ein Elektroauto mit der Aufschrift „Zenapa“ auf die Schulhöfe der Grundschulen Hillesheim, Gerolstein und Manderscheid.

Auf dem Programm standen Projekttage rund um die Themen Klimawandel und Energie, bei denen die Drittklässler spielerisch und kindgerecht Zusammenhänge der beiden Themenfelder erarbeiteten.

Anhand von Bildern des Nordpols und der jüngsten Unwetter in der Eifel lernten die Kinder die regionalen und globalen Folgen des Klimawandels zu verstehen und erfuhren bei einem Rollenspiel, wie sich die Erhöhung der Treibhausgaskonzentrationen auf die Temperatur auswirkt. Mit einer Dampfmaschine als Veranschaulichungsobjekt erarbeiteten sich Kuno und die Kinder nach und nach, wie solche Erfindungen die Welt veränderten und Menschen durch ihre Aktivitäten und die Nutzung von fossilen Brennstoffen einen natürlichen Kreislauf aus dem Gleichgewicht bringen.

Anschließend erforschten die Kinder, welche alternativen Formen der Energiegewinnung es gibt. Nach einer Bastelaktion verstanden alle, dass man die Energie der Sonne nutzen kann, und auch Autos damit fahren können.

„Das ist ein wichtiges Thema, an das man die Kinder nicht früh genug heranführen kann, und Spaß gemacht hat es ihnen auch“ waren sich in Manderscheid die Rektorin Mechthild Lütticken-Rudolphi und Bürgermeister Günter Krämer einig.

Auch der Hillesheimer Stadtbürgermeister Matthias Stein hat eine Kinderklimaschutzkonferenz besucht und war sich, wie auch der erste Beigeordnete der Verbandsgemeinde Gerolstein Josef Bach, sicher, „dass die Schüler an diesem Tag wichtige Dinge lernen, die sie in der Schule anwenden, aber auch zuhause tun können.“

Ermöglicht wurden die Kinderklimaschutzkonferenzen durch das von dem EU-Umweltprogramm LIFE finanzierte Klima- und Artenschutzprojekt Zenapa, welches vom Natur- und Unesco Global Geopark Vulkaneifel in der Region umgesetzt wird. Konzeptioniert und durchgeführt wurden die Konferenzen vom Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) der Hochschule Trier mit Sitz am Umwelt-Campus in Birkenfeld.

Das Ziel der Kinderklimaschutzkonferenzen liegt in der Sensibilisierung der Kinder für einen verantwortungsvollen Umgang mit Energie und natürlichen Ressourcen. Begleitet wurden die Kinder durch das Projektmaskottchen Kuno der Eisbär, der ihnen hilft, die Problematik der globalen Erderwärmung und vor allem die Folgen besser zu verstehen.

Sie setzen sich aktiv und praktisch mit den Problemen, aber auch mit den entsprechenden Lösungsansätzen auseinander. Die kindgerechte Vermittlung soll helfen, dass insbesondere Energiesparmaßnahmen in der Schule und auch zu Hause schnell zur täglichen Routine werden.  

Kinder aus Manderscheid lernen etwas über den Klimawandel
Kinder aus Manderscheid lernen etwas über den Klimawandel FOTO: TV / privat