| 15:36 Uhr

Landwirtschaft
Auch wenn gute Nachrichten rar sind: Gefeiert wird trotzdem

 So kann Milch schmecken: auch, mit etwas Likör, Cointreau oder anderen Getränken. Davon überzeugen sich (von links) Sebastian Reif, Tobias Hammes, Marco Weber, Nicole Kochold, Andrea Rodermann, Margot Even und die rheinland-pfälzische Milchkönigin Katharina Weber beim Fest der Landwirtschaft.
So kann Milch schmecken: auch, mit etwas Likör, Cointreau oder anderen Getränken. Davon überzeugen sich (von links) Sebastian Reif, Tobias Hammes, Marco Weber, Nicole Kochold, Andrea Rodermann, Margot Even und die rheinland-pfälzische Milchkönigin Katharina Weber beim Fest der Landwirtschaft. FOTO: Helmut Gassen
Daun. Fest verankert im Veranstaltungskalender des Kreises ist das Fest der Landwirtschaft. Es wird Bilanz gezogen, debattiert, getanzt und in die Zukunft geschaut.

Ein Jahresauftakt mit langer Tradition: Die landwirtschaftlichen Vereine und Verbände im Kreis Vulkaneifel haben wieder zum Fest der Landwirtschaft eingeladen, bekannt auch als „Knollenball“. Und der hat nicht nur Landwirte ins Forum Daun gelockt, sondern viele weitere Gäste aus unterschiedlichen Bereichen. Die Veranstalter werden sich freuen, denn im Forum fanden sich zum Fest der Landwirtschaft wieder mehr Besucher ein als in den vergangenen Jahren. Mehr als 150 waren es, denen Mundart-Vorträge und musikalische Unterhaltung geboten wurde.

Marco Weber, Vorsitzender des Kreisbauernverbands und Landtagsabgeordneter der FDP, hielt sich diesmal bei seiner Eröffnungsansprache mit Kritik an der Politik und Medien  zurück. Seine Bilanz für 2018, an das die Bauern wegen der Wetterextreme sicher nicht gern zurückdenken: „Es war ein Jahr, das uns bewegt hat. Wir haben die Probleme in der Eifel aber noch gut  über die Bühne bekommen.“

Die Prognose fällt düster aus: Die Milchpreise werden in diesem Jahr wieder sinken, und die Blauzungenkrankheit ist auch wieder da. Was laut Eduard Hettich, Veterinär der Kreisverwaltung Vulkaneifel,bedeutet, dass am 15. Januar eine Verordnung gilt, nach der Tiere, die außerhalb eines Sperrbezirks verkauft werden sollen, geimpft sein müssen. Von 2006 bis 2008 war die Blauzungenkrankheit schon einmal akut.

Das Höfe-Sterben ging im Kreis Vulkaneifel auch im vergangenen Jahr weiter, sowohl Klein- als auch Großbetriebe gaben aus unterschiedlichen Gründen auf. „Es sind nicht mehr nur die kleinen Betriebe mit 20 Kühen, mittlerweile schlägt das auch auf größere Betriebe durch“, erklärt der Verbandsvorsitzende Weber. Inzwischen gibt es nach Auskunft des Bauernverbands  noch rund 240 Vollerwerbslandwirte. Vor zehn Jahren waren es noch 420.