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Feuer entfacht Streit

Das Verbrennen von Ästen und Sträuchern nach der Biotop-Pflege am Südhang von Seiderath sorgte zunächst für Diskussionen, wurde letztlich aber hingenommen.Foto: Erwin Schöning
Das Verbrennen von Ästen und Sträuchern nach der Biotop-Pflege am Südhang von Seiderath sorgte zunächst für Diskussionen, wurde letztlich aber hingenommen.Foto: Erwin Schöning
PELM. (es) Gemeinsamer Arbeitseinsatz: Studenten aus Köln und Mitglieder des Eifelvereins Gerolstein kümmerten sich in Pelm um Biotop-Pflege.

Der Höhenrücken zwischen Pelm, Rockeskyll und Berlingen in der Gerolsteiner Kalkmulde ist ein charakteristisches Beispiel für die Entwicklung von Magerrasen auf flachgründigem Böden. Die Artenvielfalt von Flora und Fauna, die auf die über Jahrhunderte betriebene extensive Landwirtschaft zurückzuführen ist, ist in Gefahr. Denn weil die Flächen aufgegeben wurden, verbuschen sie zunehmend. Diese Gefahr zu bekämpfen, rückten am Wochenende Mitglieder des Eifelvereins Gerolstein, des Nabu und 54 Studenten des Zoologischen Instituts der Universität Köln unter Leitung von Klaus Cölln am Südhang von Seiderath an. Cölln berichtete: "Für die Studenten ist dies ein Teil ihrer Ausbildung. Sie erlernen praxisnah die Organisation von Pflegeeinsätzen." Mit besonderem Interesse verfolgten die Studenten die Ausführungen des Biotopbetreuers des Kreises Daun, Gerd Ostermann. Er berichtete, dass nach dem Ersteingriff die Biotopbetreuung von Landwirten und Schafhaltern übernommen werde. Für Diskussionen sorgte nach dem Sägen, Schneiden und Stutzen das Verbrennen der Äste und Sträucher vor Ort. Letztlich ließen sich die jungen Helfer aber davon überzeugen, dass diese Art der Entsorgung weniger Probleme als die Lagerung oder der Abtransport bereitet.