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Rettungswesen
Gute Zusammenarbeit der vier Wehren

Außerhalb des Gefahrenbereichs beziehen die Wehrleute mit den Einsatzfahrzeugen Stellung.
Außerhalb des Gefahrenbereichs beziehen die Wehrleute mit den Einsatzfahrzeugen Stellung. FOTO: TV / Feuerwehr Üdersdorf
Bleckhausen/Üdersdorf/Brockscheid. Bleckhausen, Brockscheid, Tettscheid und Üdersdorf üben das Vorgehen bei einem Gefahrstoffunfall.

(red) Nach einem Zusammenstoß zwischen einem PKW und einem LKW ist das Auto gegen eine Scheune geprallt und auf der Beifahrerseite zum Liegen gekommen. Der Fahrer sitzt noch im Fahrzeug. Sofort setzt der LKW-Fahrer einen Notruf ab, und die Leitstelle alarmiert die Feuerwehr und den Rettungsdienst. So war das Szenario der Gemeinschaftsübung der Feuerwehren im Bereich Üdersdorf.

Einsatzkräfte aus Bleckhausen, Brockscheid, Tettscheid und Üdersdorf rückten an. Bei der Erkundung der Lage vor Ort zeigte sich, dass auf dem LKW ein Fass mit unbekannten Gefahrstoffen umgestürzt ist und ausläuft.

„Durch die Erkenntnis, dass bei dem Verkehrsunfall Gefahrstoffe austreten, hat sich unser Vorgehen grundlegend verändert“, erklärt Mike Fleschen, Wehrführer der Feuerwehr Üdersdorf. Denn dadurch wurde es notwendig, nach speziellen Regeln für den Einsatz bei Gefahrstoffen vorzugehen. „Nun musste ein Gefahrenbereich von mindestens 50 Metern um den LKW herum eingerichtet werden, und es durften sich nur noch Einsatzkräfte unter entsprechender Schutzausrüstung im Gefahrenbereich aufhalten“, berichtet Fleschen.

„Wir haben von Beginn an mehrere Einsatzabschnitte gebildet“, erklärt Andy Kunter, Wehrführer der Feuerwehr Bleckhausen und Leiter des Einsatzes. So übernahm die örtliche Wehr die Arbeit an dem verunfallten PKW, da sich dieser außerhalb des Gefahrenbereiches befand. Die Feuerwehr Üdersdorf übernahm die Arbeiten am LKW, da diese über Atemschutzgeräte für den Eigenschutz der Einsatzkräfte verfügt. Dabei kamen sowohl Atemschutzgeräteträger der Feuerwehr Üdersdorf als auch der Feuerwehr Bleckhausen zum Einsatz. „Selbst verfügen wir nicht über Atemschutzgeräte, allerdings haben wir daran ausgebildete Feuerwehrleute, um die Üdersdorfer zu unterstützen“, erklärt Kunter.

Ein weiterer Einsatzabschnitt wurde durch die Feuerwehr Brockscheid übernommen. Denn während des Einsatzes, so das Szenario, fing der PKW und damit auch die Scheune Feuer. Dort wurde ein sogenanntes Hydroschild aufgebaut. Mit diesem wird ein Wasservorhang gebildet, um das Nachbargrundstück vor Brandausbreitung zu schützen. Außerdem wurde der Brand im Außenangriff mit mehreren Trupps bekämpft. Am Ende der Übung zogen die Verantwortlichen der teilnehmenden Feuerwehren und die Wehrleitung der Verbandsgemeinde (VG) Daun, die als Beobachter vor Ort waren, eine positive Bilanz. „Die Zusammenarbeit zwischen den Wehren funktioniert durch die einheitliche Ausbildung und die regelmäßigen gemeinsamen Übungen sehr gut“, erklärt der stellvertretende Wehrleiter der VG Daun, Martin Zinic. Der Dank der Wehrleitung geht darüber hinaus an die Organisatoren der Übung. Zinic: „Unter anderem hatte die Feuerwehr Bleckhausen eine Übungsleitung eingerichtet, die für die Übung die Aufgaben der Feuerwehreinsatzzentrale übernommen hat und als Ansprechpartner über Funk für die teilnehmenden Feuerwehren zur Verfügung stand.“

Die Feuerwehr Bleckhausen sichert das Unfall-Fahrzeug mit Steckleitern und Schlauchbrücken gegen das Umstürzen.
Die Feuerwehr Bleckhausen sichert das Unfall-Fahrzeug mit Steckleitern und Schlauchbrücken gegen das Umstürzen. FOTO: TV / Feuerwehr Üdersdorf