| 07:50 Uhr

Leben
Die schlauen Dörfer rund um Daun

Moderiert von Tim Becker (Zweiter von rechts), stellen   Produzent Bernhard Stegmann,  Redakteurin Mia Funk und  Autorin Margit Kehry das  Filmprojekt „Landleben4.0 - Schlaue Dörfer in der Eifel“   vor.
Moderiert von Tim Becker (Zweiter von rechts), stellen Produzent Bernhard Stegmann, Redakteurin Mia Funk und Autorin Margit Kehry das Filmprojekt „Landleben4.0 - Schlaue Dörfer in der Eifel“ vor. FOTO: Brigitte Bettscheider / Brigitte Bettscheider
Daun. Der Südwestrundfunk (SWR) hat eine Dokumentation über die Zukunftsprojekte und ihre Protagonisten in der Verbandsgemeinde (VG) Daun erstellt. Die Voraufführung im Kinopalast Vulkaneifel erntete bereits viel Lob. Von Brigitte Bettscheider

Am liebsten möchte Hartwig Noth für diesen Freitagabend einen Amtserlass zum Fernsehen ausgeben. Denn: „Jetzt werden wir landesweit, wenn nicht gar weltweit bekannt“, meint der erste Beigeordnete der Verbandsgemeinde (VG)  Daun zu Beginn der Voraufführung der Dokumentation des Südwestrundfunks (SWR) „Schlaue Dörfer in der Eifel“.

Gemeinsam mit etwa 150 weiteren Zuschauern gehört Noth in der folgenden Dreiviertelstunde im Kinopalast Vulkaneifel zu den Menschen, die als Erste den Film sehen können. Darunter etliche, die selbst darin vorkommen. Weil sie sich schon seit Jahren im 2010 in Gang gesetzten Zukunftsprojekt „WEGE – Wandel erfolgreich gestalten“ engagieren und sich dafür einsetzen, dass die Dörfer rund um Daun wachsen statt weichen – als Bürgermeister oder Bürger, als Vereinsmitglied oder Unternehmer.

 Das Zeichen „Film ab!“ gibt Doris Sicken von der Stabsstelle Koordination der VG Daun. Mit einer Szene vom Druck einer Dialekt-Postkarte mit dem Slogan „Da je!“ - was so viel bedeutet wie „Jetzt aber voran! Auf geht’s!“ - setzt der Film ein.

Mit dem Bericht über die Familie Durchdewald, die ihr Glück in einem alten Haus mitten in Mückeln gefunden hat, endet er.

Warum Bürgermeister Werner Klöckner glaubt, das Ei des Kolumbus entdeckt zu haben; warum der Kulturwissenschaftler Tim Becker und der Fotograf Sven Nieder es nicht bereut haben, in die Eifel zurückgekehrt zu sein; was sich auf dem Ulmenhof in Sarmersbach, bei der Nürburgquelle in Dreis-Brück, im Hotel-Restaurant „Beim Brauer“ im Dauner Stadtteil Steinborn tut; was Zukunftskonferenzen wollen; was der 88-jährigen Martha Sicken und dem 18-jährigen Gabriel Pitzen ihr Dorf Dreis-Brück bedeutet: Um das alles und noch viel mehr geht es in dem Film „Schlaue Dörfer in der Eifel“.

Die Dokumentation von Margit Kehry ist der zweite Beitrag in der von Mia Funk erfundenen und von Bernhard Stegmann produzierten fünfteiligen Reihe „Landleben4.0“ (siehe Info).

 Mit dem Resümee „sehr liebevoll und herzenswarm“ wendet sich Tim Becker als Moderator der anschließenden Diskussionsrunde an die Autorin Margit Kehry. „Ich bin mit offenen Armen empfangen worden“, erklärt sie. Und Stegmann sagt: „Nur zehn Prozent des Filmmaterials sind verwendet worden. Aber ich hätte alles nehmen können.“

Spielt im SWR-Film über Dörfer in der Vulkaneifel mit: die Ulmenhof-Familie aus Sarmersbach: Anna-Maria und Michael Kneißl mit Kindern sowie  Stefan und Ute Frangen (von links).
Spielt im SWR-Film über Dörfer in der Vulkaneifel mit: die Ulmenhof-Familie aus Sarmersbach: Anna-Maria und Michael Kneißl mit Kindern sowie Stefan und Ute Frangen (von links). FOTO: Werhan, Michael / TV
Tanja und Volker Durchdewald aus Mückeln und  Martha Sicken aus Dreis-Brück ( Foto rechts) wirken auch  im Film mit.
Tanja und Volker Durchdewald aus Mückeln und Martha Sicken aus Dreis-Brück ( Foto rechts) wirken auch im Film mit. FOTO: Werhan, Michael / TV
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. FOTO: Werhan, Michael / TV