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Infrastruktur
Geplagte Anwohner hoffen, dass künftig langsamer gefahren wird

Der Ausbau der B 410 in Hohenfels-Essingen dient auch dazu, den Fußgängern künftig das Überqueren der viel befahrenen Straße zu erleichtern.
Der Ausbau der B 410 in Hohenfels-Essingen dient auch dazu, den Fußgängern künftig das Überqueren der viel befahrenen Straße zu erleichtern. FOTO: TV / Helmut Gassen
Hohenfeld-Essingen. Seit Mai läuft der Ausbau der Bundesstraße 410 in Hohenfels-Essingen. Laut LBM Gerolstein geht es zügig voran, voraussichtlich ist Ende des Jahres Schluss. Von Helmut Gassen

Wer an der Bundesstraße 410 in Hohenfels-Essingen wohnt, ist nicht zu beneiden, schon seit Jahren sind die Bürger lärm- und abgasgeplagt. Auch mit dem Einhalten der Geschwindigkeitsbegrenzungen (70 zwischen den Ortsteilen, 50 innerorts und 30 in der scharfen Kurve in Essingen) ist es nicht weit her. Im Ort hofft man nun auf eine deutliche Verbesserung der Situation durch den Ausbau der Straße, mit dem Anfang Mai begonnen wurde. Laut Roland Kill vom Landesbetrieb Mobilität (LBM) Gerolstein, der für die Planung verantwortlich zeichnet, geht es auf dem 350 Meter langen Stück „zügig voran.“

Laut Landesbetrieb Mobilität fahren täglich 3100 Fahrzeuge  durch den Ort, davon aber allein 500 LKW. Und das es weniger werden, ist nicht zu erwarten, denn die Bundesstraße ist Zubringer zur Autobahn 1 an der Anschlussstelle Gerolstein bei Dockweiler. „Es ist wichtig, dass die Anlieger und Fußgänger die Straße vernünftig überqueren können, deshalb werden Verkehrsinseln und Überquerungshilfen angelegt, damit die Autofahrer nicht so schnell fahren“, berichtet Roland Kill.

Welche Erwartungen verknüpft Ortsbürgermeister Ottmar Eul mit dem Ausbau? „Ich hoffe, dass Autos und LKW künftig langsamer fahren und der Lärmpegel etwas runtergeht.“ Er wertet die bisherige Arbeit der Baufirma Backes positiv: „Ich bin zufrieden und denke, dass sie das Ziel der Fertigstellung auch schaffen werden.“ Was das angeht, hat der LBM ein Ziel vorgegeben: „Wir haben vor, bis Ende des Jahres mit der Maßnahme durch zu sein“, sagt Roland Kill.

Daran dürften auch kleinere Probleme nichts ändern. „Wir haben schlechten Boden unter der Straße, das hat sich jetzt erwiesen. Dafür müssen wir mehr Boden raus nehmen. Ob es deshalb in der Endabrechnung teurer wird, ist aber noch nicht abzusehen.“

Die Gesamtkosten für die Baumaßnahme liegen bei rund 1.1 Millionen Euro, wovon der Bund den Löwenanteil von 735 000 Euro bezahlt.

Die Gemeinde ist mit 207 000 Euro dabei, wofür Gehwege gebaut werden sowie der Brunnenplatz umgestaltet und die Beleuchtung erneuert wird. „Der Brunnenplatz soll wieder mehr genutzt und ein Blickfang werden“, sagt der Ortsbürgermeister. Außerdem wird die kurze Verbindung von der B 410 zur Schulstraße erneuert.

Die Verbandsgemeinde-Werke Gerolstein erneuern zudem ihre Kanal- und Wasserleitungen und sind mit 174  000 Euro an den Kosten  beteiligt.

Einwohner haben im Ort vorsorglich für den Anlieger-Durchgangsverkehr Warnschilder aufgestellt, damit langsam gefahren wird. „Der Durchgangsverkehr hat aber leider stark zugenommen“, hat Ortsbürgermeister Ottmar Eul festgestellt. „Ursprünglich sollten ja nur die Schulbusse und Regiobusse die Schulstraße fahren können.  Das nutzen aber natürlich jetzt  auch viele Autofahrer, die sich hier auskennen, was die Anwohner natürlich nicht gerade begeistert“, weiß der Ortsvorsteher