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Politik
Gordon Schnieder erntet erneut Topergebnis: „Fast unanständig“

Der neue, geschäftsführende CDU-Kreisvorstand (von links): Kassierer Manfred Rinderer aus Gerolstein, Mitgliederbeauftragte Laura Dahm aus Gerolstein-Büscheich, der wiedergewählte Vorsitzende Gordon Schnieder aus Birresborn sowie die beiden Stellvertreter Susanne Thelen aus Darscheid und Thomas Grötz aus Katzwinkel.
Der neue, geschäftsführende CDU-Kreisvorstand (von links): Kassierer Manfred Rinderer aus Gerolstein, Mitgliederbeauftragte Laura Dahm aus Gerolstein-Büscheich, der wiedergewählte Vorsitzende Gordon Schnieder aus Birresborn sowie die beiden Stellvertreter Susanne Thelen aus Darscheid und Thomas Grötz aus Katzwinkel. FOTO: TV / Mario Hübner
Daun-Boverath. CDU-Kreisparteitag bestätigt Kreisvorsitzenden aus Birresborn schon wieder mit 100 Prozent der Stimmen für zwei weitere Jahre im Amt. Von Mario Hübner
Mario Hübner

Traumergebnis wiederholt: Wie schon 2016 ist Gordon Schnieder auch beim jüngsten Kreisparteitag mit 100 Prozent der Stimmen als CDU-Kreisvorsitzender für die nächsten zwei Jahre im Amt bestätigt worden. Nach seiner Wiederwahl sagte er euphorisiert: „Die 100 Prozent machen mich stolz. Ich nehme die Wahl sehr gerne an.“ Das Ergebnis nannte er „beinahe unanständig“ und meinte: „Nach meiner Wahl 2016 dachte ich: Wow, so etwas erreicht man im Leben nur einmal. Und jetzt schon wieder.“ Auch die weiteren Mitglieder des geschäftsführenden CDU-Kreisvorstandes erzielten Top-Ergebnisse: Stellvertreter Thomas Grötz wurde von den 65 anwesenden Parteimitgliedern ebenfalls einstimmig im Amt bestätigt, die neue Stellvertreterin Susanne Thelen aus Darscheid kam auf 98, Kassierer Manfred Rinderer auf 99 und die bei vielen unbekannte Laura Dahm aus Gerolstein-Büscheich als neue Mitgliederbeauftragte auf 100 Prozent der Stimmen. Sie folgt auf Susanne Thelen, die als Vize die Nachfolge von Heike Hermes aus Gillenfeld antritt.

Überhaupt war der jüngste CDU-Kreisparteitag im Gemeindehaus in Daun-Boverath von außerordentlicher Einigkeit und Zustimmung geprägt, die fast schon Züge von Ergebenheit hatte. Positiv ausgedrückt, könnte man sagen: Der Vorstand hat die Sitzung und die Auswahl der Kandidaten so gut vorbereitet, dass der Versammlung nichts anderes übrig blieb, als geschlossen dahinterzustehen.

So wurden sowohl die Formalien als auch Personalien fast alle mit 100-prozentiger Zustimmung abgehakt: Angefangen von der Ernennung des Versammlungsleiters Alois Manstein über die Wahl mehrerer Kommissionen, Delegierten-Gruppen und der Entlastung des alten Vorstands bis hin zur Wiederwahl des Vorsitzenden.

Da aber in näherer Zukunft wichtige Wahlen anstehen, wie die Kommunalwahl 2019 sowie im Oktober 2018 die des neuen Bürgermeisters der Verbandsgemeinde Gerolstein, für die die CDU Gerald Schmitz ins Rennen schickt, versuchte Vorsitzender Schnieder, seine Gefolgsleute wachzurütteln: „Ich bin überzeugt, dass wir ein ähnlich gutes Ergebnis wie 2014 einfahren können. Dafür müssen wir aber ganz nah bei den Menschen sein, uns um ihre Sorgen kümmern, mit ihnen im Gespräch bleiben. Nur dann werden sie nicht zu Protestwählern und stärken andere Kräfte.“ Er appellierte, Geschlossenheit zu zeigen und tatkräftig mitzuarbeiten, denn, so Schnieder: „Alleine geht es nicht!“

Thematisch ging er auf zwei Schwerpunkte ein: den A-1-Lückenschluss und die schlechte Finanzausstattung der Kommunen. Er sagte bezüglich der finanziellen Lage der Gemeinden und deren Situation im Vergleich zu den großen Städten und Ballungszentren: „Wir dürfen nicht benachteiligt bleiben und müssen diese Forderung immer wieder vorbringen!“

Zum Dauerthema Autobahn meinte er, dass sich die Landesregierung besser um den Lückenschluss kümmern sollte als um Planwagenfahrten in Weinbergen. Zudem appellierte er – ebenso wie sein Bruder, der Bundestagsabgeordnete Patrick Schnieder – an die Landesregierung: „Anstatt nach NRW zu schauen und darüber zu klagen, dass es wegen der Umplanung der Trasse im mittleren Teilstück zu drei bis vier Jahren Verzögerung kommt, sollte sich darauf konzentriert werden, für das rheinland-pfälzische Teilstück Kelberg bis Adenau Baurecht zu schaffen und loszulegen – und zwar nicht erst bis 2021.“ Das brachte ihm genauso starken Applaus ein wie das Ergebnis seiner Wiederwahl.