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Wirtschaft
Hoffnungsträger für die Zukunft

Viele kluge Köpfe: Die sechs Preisträger (links die schulischen, rechts die studentischen) des Funkensprüher-Wettbewerbs 2018.
Viele kluge Köpfe: Die sechs Preisträger (links die schulischen, rechts die studentischen) des Funkensprüher-Wettbewerbs 2018. FOTO: TV / Helmut Gassen
Daun. Breite Palette an Beiträgen: Die Preisträger beim Funkensprüher-Wettbewerb, den die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Vulkaneifel und drei Banken veranstalten, stehen nun fest. Von Helmut Gassen

Innovationen und Ideen zu wirtschaftsrelevanten Themen aus dem Kreis Vulkaneifel sind gefragt beim Wettbewerb „FunkenSprüher“, der 2016 von der Wirtschafts-Förderungsgesellschaft Vulkaneifel  (WFG) sowie der Kreissparkasse (KSK) Vulkaneifel, der Volksbank Eifel und der Volksbank Rhein-Ahr- Eifel ins Leben gerufen worden ist. „Es geht uns um die Verknüpfung von Schülern und Studenten mit Unternehmen der Region. Der Wettbewerb leistet dazu einen guten Beitrag“, sagte der KSK-Vorstandsvorsitzende Dietmar Pitzen bei der Preisverleihung in der Zentrale der Bank in Daun. Denn die schulischen und studentischen Arbeiten des Wettbewerbs sollen letztlich einem Unternehmen oder einer Institution aus der Vulkaneifelregion zugute kommen. Preise wurden an sechs junge Menschen vergeben.

„Das Projekt wächst, wir wollen die jungen Menschen im Wettbewerb herausstellen, die sich mit Themen welche die Region bewegen, befasst haben“, erklärt Judith Klassmann-Laux, Geschäftsführerin der WFG. Das es in der Vulkaneifelregion viele innovative, attraktive und leistungsfähige Unternehmen gibt, sei leider nicht allen bekannt, sagt Dietmar Pitzen. „Sonst würden auch mehr Jugendliche ihr Studium hier machen, man braucht doch gar nicht so weit hinaus“, so seine Erkenntnis. Viele interessante Themen wie „Das Dampfross kommt wieder in die Vulkaneifel“ von Elisabeth Lange, „Existenzgründung einer Physiotherapiepraxis im LK Vulkaneifel“ von Eva Schneider, „Die Pflegerische Versorgung der Region“ von Elena Hahn aus Neichen, „Chancen und Risiken der dezentralen Flüchtlingsansiedlung“ von Michaela Emmerichs aus Dreis-Brück oder „Windkraft im Landkreis Vulkaneifel – ein Nutzungskonflikt zwischen Natur und Wirtschaft“ von Luisa Horten wurden eingereicht. „Wir hatten einiges zu tun und zu lesen“, sagt Judith Klassmann-Laux. Mit dem Windkraftenergiethema gewann die 19-jährige Luisa Horten auch den ersten Preis in der Kategorie schulische Arbeiten. Übrigens gewann vor zwei Jahren ihre Schwester Michelle mit dem Thema Gesteinsabbau im LK Vulkaneifel auch den ersten Preis.„Es war mir wichtig, ein regionales Thema auszuwählen. Das Thema Windkraft wirft ja sehr viele Konflikte auf, letztlich ging es mir aber nicht um eigene Interessen, sondern um kommende Generationen, die damit zu tun haben. Ich denke, dass ich das Thema objektiv beurteilt habe“, sagt die Boxbergerin.

Als sie anfing das Thema zu behandeln, ging es um die Durchsetzung des Flächennutzungsplanes in der VG Kelberg, was sehr kontrovers diskutiert wurde. Sie recherchierte bei Institutionen, Windkraftgegnern und Bürgern. „Es ist ein sehr breites Thema, was mich einfach interessiert hat. Ich hatte es mir zum Ziel gemacht, das Thema ja auch selbst verstehen und mir selbst eine eigene Meinung zu bilden. Ich bin nun für Windkraft, weil ich die Energiewende zu erneuerbaren Energien richtig finde. Man muss jetzt anfangen, etwas zu ändern“, sagt Luisa Horten, die nun ein duales Studium im Fach Maschinenbau bei Bosch im Saarland beginnt.

Für den 29-jährigen Nicolas Cailloux, der den ersten Preis in der Kategorie Studentische Arbeiten gewann, war der Antrieb seiner Masterarbeit die Frage: „Mein Anspruch war: Wie kann man das, was man tut noch besser machen und ein passgenaues Konzept erarbeiten, was den größten Nutzen bietet? Denn je länger man sich etwas anschaut, umso mehr Sachen fallen einem oft auf – der so genannte Aha-Effekt“, erzählt der Neidenbacher, der bei der Firma TPS in Daun als Leiter des Vertriebs tätig ist. Theo te Baay, Geschäftsführer der Firma Rauchert aus Oberbettingen ist begeistert vom Wettbewerb „Funkensprüher“. „Wir müssen jungen Menschen Zukunftsperspektiven in der Region bieten. Im Wettbewerb bringen sie neue Ideen und Sichtweisen ein, welche die Region und die Unternehmen weiterbringen“.