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Veranstaltung
Es brodelt bereits im Maarkessel

Die Sonne lacht bereits mit dem Organisationsteam des Vulkancross-Triathlon am Schalkenmehrener Maar um die Wette, doch noch ist es etwas zu frisch. Bis zur Deutschen Meisterschaft am 28. Juli gibt es noch viel zu tun.
Die Sonne lacht bereits mit dem Organisationsteam des Vulkancross-Triathlon am Schalkenmehrener Maar um die Wette, doch noch ist es etwas zu frisch. Bis zur Deutschen Meisterschaft am 28. Juli gibt es noch viel zu tun. FOTO: Mario Hübner
Schalkenmehren. In Schalkenmehren steigt zum zweiten Mal die Deutsche Meisterschaft im Cross-Triathlon. Doch die Helfersuche ist mühsam. Von Mario Hübner
Mario Hübner

Das mit der Nationalhymne ist so eine Sache. „Natürlich wird sie bei der Siegerehrung erklingen, schließlich richten wir die Deutsche Meisterschaft aus“, sagt Lothar Kaspers, Cheforganisator des Vulkan-Cross-Triathlons (VCT) – schiebt aber noch ein Aber  hinterher. Denn zum einen sei das 2013, als der SC Blau-Weiß Schalkenmehren erstmals eine DM ausgerichtet hatte, im Premierenfieber durchgegangen, zum anderen ist noch nicht klar, wie das von statten gehen soll: vom Band oder live gesungen, was das Organisationsteam schon toll fände. Und hier kommt das Aber ins Spiel: „Von uns kommt dafür niemand infrage. Wir wollen ja, dass viele Athleten abends noch am Rockabend im Zelt teilnehmen und nicht davonlaufen“, sagt Horst Schmitz.

Wie der Verein wird er in diesem Jahr 60 Jahre alt – und zwar am Tag vor dem großen Event. Aber er hat ja Kollegen, die aufpassen, dass es nicht zu wild wird. Rund ein Dutzend Ehrenamtler umfasst das Organisationsteam. Bereits seit November ist die Truppe dabei, die Großveranstaltung mit erhofften 400 Teilnehmern („Die Marke wollen wir knacken.“), Hunderten Zuschauern und und rund 220 ehrenamtlichen Helfern auf die Beine zu stellen. Denn es werden viele Streckenposten sowie Mitarbeiter an den Verpflegungsstationen, im Meldebüro, der Ausgabestelle der Wettkampfbeutel, für die Betreuung der Athleten und Wettkampfrichter, als Ansprechpartner für die Sponsoren und Aussteller, als Rettungsschwimmer in den Booten sowie – und das ist eine der Besonderheiten bei einer DM – als Betreuer für die Dopingproben benötigt.

Überhaupt ist der Aufwand, eine DM auszurichten, hoch. „Im Zielbereich darf es beispielsweise nur verschlossene Getränke geben, für die Dopingprobe brauchen wir einen gesonderten Raum“, berichtet Stefan Peters, selbst Triathlet. Zudem sei das Reglement für die Starter strikter, müssten für die einzelnen Leistungsklassen gesonderte Starts im Drei- bis Vier-Minutentakt eingerichtet werden, wodurch der Zeitplan minutiös beachtet und deutlich mehr Betreuer benötigt werden. „So schwimmt kein großer Block von Athleten durchs Wasser, der von zwei Booten begleitet werden kann, sondern es ist quasi permanent und überall im Maar was los“, verdeutlicht Peters. Und dementsprechend müssten auch mehr Boote eingesetzt werden – darunter zwei motorbetriebene für die rasche Hilfe, wenn es mal brenzlig wird. Auf all dies und noch viel mehr hat der Offizielle der Deutschen Triathlon Union (DTU) die Schalkenmehrener bereits bei seinem Besuch im Februar hingewiesen. „Es ist viel zu beachten, und manchmal muss man den Verantwortlichen der DTU schon noch mitteilen, dass wir alles Ehrenamtler sind. Aber in der Regel finden wir eine Lösung, denn die wissen ja auch, dass wir Erfahrung haben“, sagt Kaspers. Hauptaugenmerk liegt nun aber  darauf, die benötigten 220 Helfer zusammenzubekommen. „Eine Rundmail oder eine WhatsApp reichen da nicht. Die Leute wollen  persönlich angesprochen werden“, weiß Herbert Michels. So schwärmen die Mitglieder des Orga-Teams in den nächsten Tagen und Wochen aus und hauen Freunde, Verwandte, Nachbarn und Bekannte an. Auch die befreundeten Vereine aus dem Dorf und den Nachbargemeinden werden wieder um Mithilfe gebeten, was dann aber auch bedeutet, dass die VCT-Jungs auch bei deren Festen helfen. „Es wird wieder heftig, bis wir unser Helfer-Team stehen haben, deswegen würden wir uns auch über jedes neue Mitglied im Verein freuen“, sagt Kaspers. Denn mit mehr Men-Power könne die Arbeit auf mehr Schultern verteilt werden, „außerdem könnten wir dann auch mal Trainingstage auf der Wettkampfstrecke anbieten“, sagt er. Aber das ist noch Zukunftsmusik. Jetzt geht es erst einmal um die Vorbereitung und den Ablauf der DM samt gebührlichem Rahmen. Geplant hat das VCT-Team, dass die Flaggen aller Bundesländer gehisst (und zuvor besorgt) werden sowie  ein neues, großes Podest für die Siegerehrungen gebaut wird. Denn neben den Deutschen Meistern und Platzierten bei Männern und Frauen werden auch die Champions in den Altersklassen geehrt. Und dann ist da ja noch die Frage der Nationalhymne.