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Initiative Baukultur: Eine Scheune wird zu Wohnraum

 Das Wohnhaus in Leudersdorf ist ein gutes Beispiel für eifeltypische Baukultur. Foto: privat
Das Wohnhaus in Leudersdorf ist ein gutes Beispiel für eifeltypische Baukultur. Foto: privat FOTO: (e_daun )
Leudersdorf. Die Bauherren Anja Weber-Gier und Volker Weber haben zusammen mit ihrem Architekten Hendrik Eltze ein alternatives Wohnmodell entwickelt: Die Lösung war es, mit der vorhandenen, an das Wohnhaus angebauten alten Scheune - einschließlich Kuhstall -, das bereits bewohnte Wohnhaus zu erweitern. Das freistehende Bauernhaus liegt am Ortsrand von Leudersdorf und setzt sich eifeltypisch aus einem Wohnhaus mit angegliedertem Wirtschaftstrakt zusammen.


Die historische Bausubstanz aus dem Jahr 1909 wurde im engen Dialog - korrespondierend mit dem Dorferneuerungskonzept - verändert und angepasst. Die ursprünglichen regionaltypischen Materialien wie Kalkputz, Naturstein, Ziegel und Holz wurden bewusst in ihrer ursprünglichen Funktion und ihrem Erscheinungsbild wiederverwendet. Weil bei der Planung besonderen Wert auf ein nachhaltiges Energiekonzept, erhielt die gesamte Scheunenhülle eine Wärmedämmung.In Diskrepanz zu der historischen Bausubstanz der neuen "Alten Scheune" entstand im Gebäudeinneren eine offene, moderne Wohnform mit nur wenigen, verschiedenen Materialien im Innern. Ein großes Holz-Fensterelement ersetzt das alte Scheunentor, davor eine neue Terrasse aus Holz, dahinter der großzügig geschnittene Wohnraum mit einer Galerie über zwei Geschosse. red