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Infrastruktur
Investitionen für Ring und Region

Interessiert verfolgt Nürburgring-Geschäftsführer Mirco Markfort (links) die Ausführungen am neuen RTW von Armin Link, dem Leiter des Nürburgring-Rettungsdienstes.
Interessiert verfolgt Nürburgring-Geschäftsführer Mirco Markfort (links) die Ausführungen am neuen RTW von Armin Link, dem Leiter des Nürburgring-Rettungsdienstes. FOTO: TV / Picasa
Nürburgring/Kelberg. Mehrere Neuanschaffung des DRK am Standort Nürburgring versprechen nicht nur Motorsportlern und Besuchern,  sondern auch den Menschen in der Eifel ein zusätzliches hohes Maß an Sicherheit

Mehr Sicherheit auf den Straßen der Eifel: sowohl auf der abgesperrten Strecke auf dem Nürburgring (Nordschleife und Grand-Prix-P-Kurs), aber auch im öffentlichen Straßenverkehr:  Das verspricht eine deutliche Aufwertung der Infrastruktur des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), die nun auch höchst offiziell ihrer Bestimmung im Beiseins des Geschäftsführers  der Rennstrecke, Mirco Markfort, und Vertretern des DRK-Kreisverbands Ahrweiler übergeben wurde.

Standort dreier Neuanschaffungen des DRK-Rettungsdienstes ist das Medical Center direkt an der Grandprix-Strecke. Einsatzort aber ist nicht nur der „Ring“ bei Renn-Veranstaltungen, sondern jeder Tag in der Woche rund um die Uhr auf den Bundes-, Landes- und Kreisstraßen der  nördlichen Eifel. Erheblich investiert wurde in einen neuen, auf die Bedürfnisse einer Rennstrecke zugeschnittenen Rettungswagen, in einen Anhänger für „Lebensbedrohliche Einsatzlagen (LebEI), der bis zu 100 Personen gleichzeitig versorgen kann und in ein mobiles Mini-Krankenhaus von 18 Quadratmetern Größe.

Ähnlich wie bei einer „Stroke Unit“ bei Schlaganfällen trägt diese hochmoderne Rettungs-Station den Namen „Mobile Medical Care Unit“. Es ist demzufolge eine Art mobiles, bewegliches  kleines Krankenhaus für den Ernstfall.

Die DRK-Kreisverbände in der Eifel wollen, können und sollen über diese neuen Rettungsmöglichkeiten verfügen. Der Ausrichtung entsprechend ist der Standort zwar unmittelbar neben dem Landeplatz des Johanniter-Hubschraubers am Ring, doch in nur wenigen Minuten kann jede der drei Neuanschaffungen bei einem entsprechenden Notfall vor Ort sein.

Was Achim Haag, der Präsident des DRK-Kreisverbandes Ahrweiler im Gespräch mit unserer  Zeitung kurz und prägnant auf den Punkt brachte: „Katastrophen passieren überall. Nicht nur auf der Rennstrecke.“  Grenzen der DRK-Kreisverbände sind kein Hindernis für den Einsatzbereich. „Wir kooperieren da miteinander. Alles andere widerspräche ja auch der Ethik und der Aufgabenstellung des Deutschen Roten Kreuzes“, sagt Haag. Was also bei der Rettungsleistelle in Koblenz eingeht, wird von dort eingesetzt, wo es notwendig ist.

Wenn es sein muss, kann  auch der Johanniter-Hubschrauber in kürzester Zeit regional und überregional im Einsatz sein. Beispielsweise mit dem für die Bedürfnisse einer Rennstrecke ausgebauten Rettungswagen (RTW), mit der neuesten Medizintechnik und Ausstattung an Bord, die auch bei schweren Verkehrsunfällen Leben retten kann. „Überwiegend wird der Standort des RTW das  Medical Center der Rennstrecke sein“, erklärt der Leiter des Nürburgring-Rettungsdienstes, Armin Link, im Gespräch mit unserer Zeitung. „Bei Bedarf“, versichert er, wird das Leben rettende Fahrzeug aber auch „im Umland des Nürburgrings im Zuständigkeitsbereich der Leitstelle Koblenz eingesetzt.“

Sollte zudem am Nürburgring keine Veranstaltung sein, können Ortsgemeinden oder Vereine bei öffentlichen Veranstaltungen wie etwa Dorffesten darauf zurückgreifen. Der Nürburgring selbst ist nicht nur Standort des aufgerüsteten professionellen Equipments, er unterstützt die Arbeit des DRK in vielen weiteren Bereichen: „Wir sind froh, dass die Investitionen nicht nur die medizinischen Versorgungsmöglichkeiten am Nürburgring weiter ausbauen, sondern auch der gesamten Region in Notfällen helfen können“, sagt Geschäftsführer Mirco Markfort. „Diese Aufwertung der DRK-Ausrüstung ist ein bedeutender Fortschritt  in der medizinischen Versorgung. Er ist umso höher zu bewerten, als er auch in Notfällen den Menschen im Umland zugute kommen kann“, sagt Johannes Saxler, der Bürgermeister der VG Kelberg.

Für die Sanitäter und Rettungs-Assistenten Jens Martini (links) und Heiko Löw, hier im neuen RTW, herrschen nun noch professionellere Einsatzbedingungen in Notfällen am Ring und im öffentlichen Straßenverkehr.
Für die Sanitäter und Rettungs-Assistenten Jens Martini (links) und Heiko Löw, hier im neuen RTW, herrschen nun noch professionellere Einsatzbedingungen in Notfällen am Ring und im öffentlichen Straßenverkehr. FOTO: TV / Picasa
Die „Mobile Medical Care Unit“, der neue, moderne Rettungswagen und der sogenannte „LebEl“-Anhänger des DRK-Kreisverbands Ahrweiler vor dem Medical-Center der Rennstrecke.
Die „Mobile Medical Care Unit“, der neue, moderne Rettungswagen und der sogenannte „LebEl“-Anhänger des DRK-Kreisverbands Ahrweiler vor dem Medical-Center der Rennstrecke. FOTO: TV / Nürburgring