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Jahresausstellung des Kulturkreises feiert 25. Geburtstag

Besucher der Jahresausstellung des Kulturkreises Daun betrachten das Gemälde „Tanzende“ von Jutta Schulte-Gräfen. TV-Foto: Brigitte Bettscheider
Besucher der Jahresausstellung des Kulturkreises Daun betrachten das Gemälde „Tanzende“ von Jutta Schulte-Gräfen. TV-Foto: Brigitte Bettscheider
Daun. Die 25. Jahresausstellung des Kulturkreises Daun wird derzeit in der Kreissparkasse (KSK) Vulkaneifel in Daun gezeigt. Die Redner und Besucher bei der Eröffnung lobten die hohe Qualität und die große Ausstrahlungskraft der Kunstwerke. Marie-Luise Niewodniczanska (Bitburg) hielt den Festvortrag, und Alexander Kaul (Kaperich) begeisterte mit Stücken auf der Oboe.

Daun. 25 Jahresausstellungen seien wie Silberhochzeit, sagte Marie-Luise Niewodniczanska. Die 73-Jährige ist Architektin, Kunsthistorikerin, Hochschuldozentin, Denkmalschützerin und Kommunalpolitikerin. Bei der Vernissage in Daun war sie in ihrer Funktion als Präsidentin der Europäischen Vereinigung bildender Künstler aus Eifel und Ardennen (EVBK) zugegen. "In 25 Jahren haben sich Vertrautheit, Kontinuität und Verlässlichkeit eingestellt", erklärte sie und lobte die beständige Arbeit und das ehrenamtliche Engagement der Gründungsvorsitzenden Nele Bednarczyk, ihres Nachfolgers und Ehrenvorsitzenden Karl-Heinz Schmitz und des amtierenden Vorsitzenden Roy Coppack.
Klein, aber sehr fein


Der langjährige Beobachter der Kulturkreis-Jahresausstellungen in Daun weiß: Hier geht es um die Moderne, um die Kunst der Zukunft. "Die bildende Kunst bleibt nicht stehen, sie sucht stets das Neue und blickt je nach Temperament vorsichtig oder angriffslustig in die Zukunft", skizzierte Niewodniczanska den Charakter moderner Kunst. Sie bilde nicht nur ab, sie zeige auch unterschiedliche Möglichkeiten auf. "Diese Ausstellung ist klein, aber sehr fein", sagte die EVBK-Präsidentin mit Blick auf die 51 Gemälde, Grafiken und Plastiken, die aus den Ateliers von 23 Künstlern aus dem Dreieck Trier, Köln, Koblenz stammen (siehe Extra).
Zunächst hatte der KSK-Vorstandsvorsitzende Dietmar Pitzen den großen Besucherandrang (knapp 200 Gäste) als Wertschätzung für die Künstler und Kunstwerke gedeutet und den Veranstaltungen des Kulturkreises generell eine hohe Anziehungskraft bescheinigt.

Ein Ausnahmetalent


Der Kulturkreis-Vorsitzende Roy Coppack erinnerte an das Abenteuer der ersten Jahresausstellung im ehemaligen Landratsamt - "mit Rund-um-die-Uhr-Bewachung" - und er bezeichnete den jungen Oboisten Alexander Kaul als "Ausnahmetalent".
Der 17-Jährige aus Kaperich bei Kelberg ist seit kurzem Mitglied des Bundesjugendorchesters. Den musikalischen Rahmen der Vernissage gestaltete er gemeinsam mit seiner Lehrerin Lisa Henn (Klavier). bb
Die Ausstellung ist bis Freitag, 10. Mai, in der Kundenhalle der KSK Vulkaneifel in Daun zu sehen. Die Öffnungsszeiten: Montag bis Freitag, 8 bis 16 Uhr.
Extra

Joe Allen (Trier), Christoph Anders (Senheim), Nele Bednarczyk (Daun), Sibylle Brennberger (Koblenz), Karlheinz Clemens (Prüm), Martina Diederich (Trier), Ursula Greib (Prüm), Christine Henn (Trier), Robert Hötzel (Üxheim), Cornelia Lenartz (Hillesheim), Stefanie Lenartz (Hillesheim), Rolf Manderscheid (Daun), Werner Persy (Trier), Ilse Pottgießer (Daun), Hans Rüngeler (Steinborn/Köln), Karl-Heinz Schmitz (Daun), Jutta Schulte-Gräfen (Daun), Karin Sell (Birresborn), Gisela Spies (Köln), Franziskus Wendels (Daun), Walter Wilde (Daun), Gottfried Willems (Daun), Melanie Ziemons-Mörsch (Niederstadtfeld). bb