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Kirche
Keine Messe möglich: Sanierung steht an 

 Auf Vordermann gebracht wird auch die Krypta, ein besonderes Merkmal des Gotteshauses.
Auf Vordermann gebracht wird auch die Krypta, ein besonderes Merkmal des Gotteshauses. FOTO: TV / Stephan Sartoris
Daun . Nach der bereits vollzogenen Außensanierung geht es nun im Innern der Dauner Nikolauskirche weiter. Sie soll spätestens ab der Karwoche und Ostern wieder zur Verfügung steht. Um den Zeitplan einzuhalten, ist das Gotteshaus bis dahin geschlossen.

Ältere Dauner erinnern sich noch an den 2. Januar 1945: 180 Bomben fielen auf den Bereich Wirich-, Wehrbüsch- und Mehrener Straße, elf Tote waren zu beklagen. Auch die Nikolauskirche wurde stark beschädigt. Relativ rasch wurde sie wieder aufgebaut: Grundsteinlegung 1946, Weihe am 21. August 1949. Danach hatte es über Jahrzehnte keine größere Renovierung mehr gegeben, bis die katholische Kirchengemeinde feststellte: Die Zeit ist gekommen, etwas zu tun. Auch mit Blick darauf, dass die Nikolauskirche das einzige katholische Gotteshaus in der Kernstadt sein würde. Denn die Ende der 1960er Jahre gebaute Thomas-Morus-Kirche wurde im September 2015 entweiht und 2017 abgerissen.

2016 und 2017 wurde die Außenfassade der Kirche renoviert, Kosten: gut 760 000 Euro. Nach einer „Atempause“ 2018 geht es nun weiter mit der Sanierung. Der Innenraum wird derzeit eingerüstet, notwendig ist auch die komplette Einhausung der Orgel. Bei der Innensanierung stehen umfangreiche Putz- und Stuckarbeiten, Malerarbeiten, Maßnahmen des Brandschutzes und an der Beschallungsanlage sowie Elektroarbeiten an.

„Das Zeitfenster ist in Abstimmung mit dem Architekten sehr knapp gehalten. Bis Ende März sollen die Arbeiten abgeschlossen sein, so dass die Kirche spätestens ab der Karwoche und Ostern wieder zur Verfügung steht“, erklärt Matthias Brauns, stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrats der katholischen Kirchengemeinde. Um den engen Zeitplan einzuhalten, wird die Pfarrkirche bis Ende März geschlossen, Gottesdienste finden zu den gewohnten Zeiten in der Kapelle des benachbarten Maria-Hilf-Krankenhauses oder auch bei Bedarf – zum Beispiel bei großen Beerdigungen – in Neunkirchen statt.

Gearbeitet wird bereits in der Krypta (siehe Info) der Kirche. Sie bekommt einen neuen Verputz und einen neuen Anstrich, eine neue Bestuhlung, zudem wird die Elektrik modernisiert. „Sobald die Arbeiten in der Krypta beendet sind, könnten dort auch wieder Gottesdienste bei überschaubarer Teilnehmerzahl stattfinden“, stellt Matthias Brauns in Aussicht.

Die Innensanierung kostet 150 000 Euro, daran beteiligt sich das Bistum mit einer Summe von rund 50 300 Euro.

„Der Eigenanteil der Kirchengemeinde beträgt rund 100 000 Euro. Zur Finanzierung werden wir einen Teil aus dem Verkaufserlös der Thomas-Morus-Kirche einsetzen. Der Rest muss aus Rücklagen der KG aufgebracht werden. Dafür nehmen wir gerne noch Spenden aus der Gemeinde an“, erläutert Matthias Brauns die Finanzierung.