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| 12:53 Uhr

Komparsen ab Mitte 30 gesucht - Kölner Studenten drehen Film in der Vulkaneifel

FOTO: Mario Hübner
Daun/Hillesheim/Kelberg/Ulmen. Studenten der Kunsthochschule für Medien in Köln drehen derzeit Filmszenen in der Vulkaneifel – in Daun, Hillesheim, Kelberg und Ulmen. Und weil sie so angetan sind von Land und Leuten, wollen sie die Premiere auch gerne im Kino in Hillesheim zeigen. Mario Hübner

"Ich habe alle, die ich kenne, vorgewarnt, dass wir hier mit 20 Leuten einfallen und Aufsehen erregen werden. So was kommt in der Eifel ja normalerweise nicht so gut an, dachte ich. Aber das Gegenteil ist der Fall: Wir bekommen total viel Unterstützung. Meine Mutter kocht für uns, die Nachbarin bringt auch schon mal Waffeln vorbei. Wahnsinn, danke!" sagt Nora Daniels.

Die gebürtige Mehrenerin ist Kamerafrau im Team - und hat die Crew davon überzeugt, die Filmszenen in ihrer alten Heimat zu drehen.Auch die beiden Regisseurinnen Maike Backhaus und Tessa Langhans sind ganz angetan von Land und Leuten. Tessa Langhans sagt: "Ich bin jetzt schon total verliebt in die Landschaft hier." Ihre Kollegin fügt hinzu: "Die Drehorte sind sehr schön und die Leute nett und total aufgeschlossen - ganz anders als in Köln."

In die gleiche Kerbe schlägt Aufnahmeleiter Claus Reichel: "Es macht einfach Spaß, hier einen Film zu drehen. Ob Verwaltung, Vereine, Ladenbesitzer und Leute auf der Straße - alle machen mit, helfen uns. Wir sind sogar schon von wildfremden Menschen ins Haus zum Kaffee eingeladen worden."

So gar nicht passen diese Beschreibungen ins Klischee des zurückhaltenden, knorrigen und argwöhnischen Eifelers - und das wundert die Filmschaffenden selbst auch. Und deswegen möchten sie die Premiere ihres Films auch gerne an einem der Drehorte selbst veranstalten - in der Eifel-Film-Bühne in Hillesheim. Nur weiß die Familie Runge noch nichts davon.

Passend wäre es, denn der 30-minütige Film mit dem Titel "Rosenthal-Varieté" handelt davon, dass das Theater (ähnlich der Eifel-Film-Bühne) einer Kleinstadt (wie Hillesheim) geschlossen werden soll, und das Ensemble um dessen Erhalt kämpft. Mit vielen Mitteln. Unter anderen nehmen die Schauspieler andere Jobs an, um Geld für den Bestand der Kultureinrichtung zu verdienen.

Wie es ausgeht? Wird nicht verraten. Dafür aber, wo gedreht wird: in Daun, Hillesheim, Kelberg und Ulmen. Und wie man im Film mitspielen kann: "Wir suchen noch Komparsen ab Mitte 30 für den Drehtag 3. Februar ab 17.30 Uhr in Hillesheim", sagt Aufnahmeleiter Reichel. Was man mitbringen muss? "Interesse und Motivation reichen", so der Chef der jungen Filmcrew.

Bereits als Statistenmannschaft für den Dreh in Ulmen "gebucht" ist die Laientheatergruppe Schönbach-Utzerath, der der Vater von Nora Daniels angehört und in der sie auch schon gespielt hat. Mit rund 20 Leuten sind sie dabei.

Gaby Benz, die die Truppe gemeinsam mit Winfried Häb leitet, ist ganz angetan vom Drehbuch - und hat auch ein wenig Lampenfieber: "Mal sehen, was da auf uns zukommt. Wir sind alle sehr gespannt."

Die Schönbacher sollen eine Menschenmenge darstellen, die aufgeregt diskutiert. "Und wir dürfen nur dezente Kleidung tragen, damit die Hauptdarsteller und nicht wir ins Gewicht fallen", erzählt sie. Aber Aufregung hin oder her: "Natürlich unterstützen wir die jungen Leute und hoffen, dass nicht nur der Film gut wird, sondern sie auch in Zukunft Erfolg haben werden." Wie war das noch mit dem Klischee über die Eifeler?

FOTO: Mario Hübner
FOTO: Mario Hübner