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Kreis Vulkaneifel lobt Jugendpreis für Toleranz und Vielfalt aus

Daun. Anfang eines jeden Kalenderjahres wird eine Jury künftig auf Vorschlag des Landrats ein Leitthema festlegen und den Jugendpreis ausschreiben. Prämierung und Verleihung erfolgen dann jeweils vor den Sommerferien.

Daun. Einige Monate hat es gedauert, aber jetzt steht der Auslobung eines Jugendpreises für Toleranz und Vielfalt im Landkreis Vulkaneifel nichts mehr im Weg. Der Kreistag hat die Einrichtung beschlossen. Schon im März 2012 war darüber diskutiert worden, die weitere Beratung aber in den Jugendhilfeausschuss des Kreises verwiesen worden. Dort wurde ein Arbeitskreis gebildet, der Kriterien zur Vergabe des Preises erarbeitet hat. Im November war es so weit: Der Ausschuss empfahl dem Kreistag die Auslobung eines Jugendpreises für Toleranz und Vielfalt, und der stimmte zu. Einen Preis mit dieser Thematik hat es bislang im Kreis noch nicht gegeben.

Das Ziel: Demokratie wird nicht vererbt, sondern immer wieder neu erlernt und erkämpft. Daher lebt eine starke Demokratie von einer starken Zivilgesellschaft, die aktiv für sie eintritt, sie stärkt und verteidigt. Das geschieht auf vielfältige Weise in den unterschiedlichsten Initiativen direkt vor Ort.
Die Grundlage: Die Auseinandersetzung mit Rassismus, Ausländerfeindlichkeit und Ausgrenzung befähigt junge Menschen, Demokratie zu leben. Um im Kreis Vulkaneifel besondere Aktivitäten junger Menschen für Toleranz und Vielfalt, gegen Rassismus und Diskriminierung zu würdigen, wird ein dotierter Preis ausgelobt.

Die Trägerschaft: Träger des Preises ist der Kreis unter Schirmherrschaft des Landrats. Der Jugendpreis soll von einem breiten Bündnis getragen werden: evangelische und katholische Kirche, Kreisverbände der Musik- und Sportvereine sowie der Jugendfeuerwehren, Häuser der Jugend, Forum-Eine-Welt, amnesty international, Verein zur Förderung der Jugendarbeit, das Jugendamt, Caritas und DRK sowie die Kreisverbände der im Kreistag vertretenen Parteien.


Die Zielgruppe:
Die Ausschreibung des Preises richtet sich an alle Jugendlichen vom zwölften bis zum 27. Lebensjahr aus der Vulkaneifel. Sie können sich einzeln, in Gruppen oder Schulklassen bewerben. Zur Prämierung sollen zwei Altersgruppen gebildet werden. Während sich die Zwölf- bis 17-Jährigen vornehmlich als Gruppen bewerben, sind in der Altersgruppe der 18- bis 27-Jährigen Gruppen- und Einzelbewerbungen möglich.

Die Ausschreibung: Zu Anfang eines jeden Kalenderjahres legt die Jury auf Vorschlag des Landrats das Leitthema fest und schreibt den Jugendpreis aus. Prämierung und Verleihung des Preises erfolgt jeweils vor den Sommerferien. Die Bekanntmachung des Preises erfolgt per Anschreiben und Informationsflyer an die Mitglieder des Trägerkreises, die Schulen des Kreises sowie über die Presse.

Die Bewerbung: Zugelassen werden Projekte und Aktivitäten, die die Thematisierung von Vorurteilen, Vorbehalten und Konflikte auf Basis jugendrelevanter Bereiche, wie Sport, Video, Musik, Film, Tanz, Mode, bearbeiten. Artikel, Lesungen, Theaterspiel und praktisches Tun sind für den Wettbewerb ausführlich zu dokumentieren.

Die Jury: Der Jury, die die Preisträger bestimmt, gehören je ein Vertreter pro Mitglied im Trägerkreis an. Den Vorsitz hat der Landrat. Der Preis wird dotiert. Dafür sollen die regionalen Banken gewonnen werden. red