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Wirtschaft
„Tue Gutes und rede darüber“

Vertreter der KSK-Stiftung und der Stiftungsgemeinschaft Vulkaneifel sowie die Empfänger der Förderungen freuen sich  über das Engagement.
Vertreter der KSK-Stiftung und der Stiftungsgemeinschaft Vulkaneifel sowie die Empfänger der Förderungen freuen sich über das Engagement.
DAUN. Kreissparkasse Vulkaneifel möchte Menschen zusammenbringen, die etwas für das Gemeinwohl tun.

In einem Kreditinstitut dreht sich alles ums Geld? Stimmt nicht, wie der Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse Vulkaneifel Dietmar Pitzen anlässlich eines neuen Veranstaltungsformats betonte: „Geld nützt nichts ohne Menschen, die was tun!“ So will die KSK genau diese Menschen zusammenbringen. Die Vertreter der Kreissparkassen-Stiftung und der Stiftungsgemeinschaft Vulkaneifel sowie der Empfänger solcher Förderungen waren in die KSK eingeladen zum Austausch über Engagement und Gemeinnützigkeit. „Tue Gutes und rede darüber… das ist für uns aber nicht Marketing, sondern es ist unser Selbstverständnis, der Gesellschaft, in der wir leben, etwas zurückzugeben“, so Pitzen. Das Engagement für das Gemeinwohl entspreche dem öffentlich-rechtlichen Auftrag der Kasse.

Und die Palette der Förderung, die verschiedene Stifter und Kreissparkasse leisten, ist enorm breit, wie der Event zeigte. Das unterstrich nicht nur eine atemberaubend gute Musikdarbietung des jungen Supertalents Enrico Noel Czmorek, der vor kurzem das renommierte Sparkassen-Musikstipendium in die Vulkaneifel holte. Sondern auch Beispiele von Ehrenamt, die aus dem Alltag der Menschen nicht wegzudenken sind: Feuerwehr, Pflege oder Jugendarbeit.

So schilderte Kreisfeuerwehr-Inspektor Harald Schmitz, wie gerade dieser Sommer eine Herausforderung war: „Wir hatten bereits bis jetzt mehr Wetterereignisse als 2017, bei denen wir ausrücken mussten, wie etwa Hochwasser, aber auch Brände. Die Wehren sind belasteter als im Vorjahr.“ Hinzu sei die Hilfe gekommen, die man den Kollegen im Eifelkreis bei den dortigen spektakulären Unwettern geleistet habe. Bei der Anschaffung der benötigten Schmutzwasserpumpen, aber auch bei der Nachwuchsschulung sei unkomplizierte finanzielle Unterstützung enorm wichtig gewesen. Und Spenden werden weiter gebraucht: „Zur Zeit ist die Ausstattung der Wehren noch in Ordnung, aber sie muss permanent erneuert werden.“

Auch Gertrud Simonis vom Netzwerk Demenz Vulkaneifel erläuterte, wie sehr der Zusammenschluss verschiedener Organisationen für die Unterstützung Demenzkranker und ihrer Angehörigen auf Spenden und Stiftungsgelder angewiesen ist. „Demenzerkrankungen nehmen zu, es kann jede Familie treffen. Darum gehen wir mit Informationsveranstaltungen, die für die Besucher kostenlos sind, in die Dörfer und klären mit Hilfe von Fachleuten und konkreten Praxisbeispielen auf.“ Welche Hilfsangebote gibt es, auf welche Veränderungen müssen sich Betroffene und Angehörige einstellen… diese und andere Fragen werden beantwortet. Die Veranstaltungen müssen finanziert werden. Die nächste ist am 20. September im Gemeindehaus Oberbettingen anlässlich des Welt-Alzheimertags zum Thema „Musik verbindet“.

Die von Herbert Ehlen, Lehrer an der Graf-Salentin-Schule, mit Hilfe der KSK organisierte Fairplay-Tour ist mehr als ein Sportereignis für fahrradbegeisterte Jugendliche. Mit den insgesamt 3,2 Millionen Euro, die in zwanzig Jahren an Spenden erradelt wurden, konnten 18 Schulbauprojekte umgesetzt werden. „Fairplay ist vielleicht altmodisch. Aber es ist Erziehung zu vernünftigem Verhalten und Anstand. Genau das will die Tour vermitteln“, so Ehlen. Die Stiftergemeinschaft Vulkaneifel als vor drei Jahren gegründete Dachorganisation für gemeinnütziges Engagement sorgt derweil dafür, dass der Verwaltungsaufwand möglichst gering, die Erträge jedoch möglichst hoch ausfallen. Für interessierte Gemeinwohl-Unterstützer leistet sie auch Beratung, wie Stiftungen juristisch klug und sicher eingerichtet werden.