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Kunst
Künstlerischer Appell an die Politik

Die Ausstellung Kunst trifft Vulkan ist derzeit im Umweltministerium in Mainz zu sehen.
Die Ausstellung Kunst trifft Vulkan ist derzeit im Umweltministerium in Mainz zu sehen. FOTO: TV / Mario Hübner
Gerolstein/Daun/Mainz. Eine Ausstellung über Gesteinsabbau in der Vulkaneifel ist im Umweltministerium in Mainz zu sehen. Von Mario Hübner
Mario Hübner

Auf große Beachtung ist die Ausstellung „Kunst trifft Vulkan“, die bis 28. Juni im Umweltministerium in Mainz zu sehen ist, bei der Eröffnung gestoßen. Die 2017 von der Interessengemeinschaft Eifelvulkane angeregte Ausstellung ist nun erstmals in der Landeshauptstadt zu sehen – und damit nah bei den Entscheidungsträgern, die über den Gesteinsabbau in der Vulkaneifel mitbestimmen. Denn genau das thematisiert die Ausstellung: die künstlerische Auseinandersetzung des fortschreitenden Lava- und Basaltabbaus.

„Es ist für uns sehr wichtig, dass die Ausstellung nun in der Landeshauptstadt stattfindet und das Thema Gesteinsabbau dadurch dort noch mehr Beachtung findet. Wir haben die Gelegenheit genutzt, und an alle anwesenden Politiker aus der Vulkaneifel appelliert, sich noch stärker für die Heimat einzusetzen. Denn deren Einzigartigkeit ist durch den massiven Gesteinsabau bedroht. Schließlich sind ihm ja bereits genügend Vulkanberge zum Opfer gefallen“, sagt Lydia Schend, Mitglied der IG und Koordinatorin der Ausstellung.

Die ist von Landes-Umweltministerin Ulrike Höfken eröffnet worden, Christiane Hamann vom Kulturwerk Weißenseifen hatte als Kuratorin eingeführt, gut die Hälfte der 22 beteiligten Künstler war dabei. In den Werken wird das Spannungsfeld zwischen der besonderen Landschaft mit den Vulkanen und dem Eingriff durch den Gesteinsabbau gezeigt. Alle Arbeiten sind in den vergangenen Jahren entstanden, in denen die Vulkanlandschaft neu wahrgenommen wurde und Konzepte für einen achtsameren Umgang konzipiert worden sind.

Zusehen war die Ausstellung bereits in Daun, Gerolstein, Hillesheim und Weißenseifen. „Ich könnte mir gut vorstellen, dass wir auch mal im Landesamt für Geologie und Bergbau in Mainz und vielleicht sogar einmal in der Bundeshauptstadt ausstellen“, sagt Lydia Schend, die zudem darauf verweist, dass mittlerweile ein neues, die Ausstellung begleitendes Heft und neue Flyer zur Gesteinsabbau-Thematik erstellt wurden. Sie können über die Initiatorin bezogen werden. Das Heft gibt es zum Selbstkostenpreis von drei Euro, den Flyer umsonst.

Lydia Schend, Telefon 06592/982333 und Mail lydia.schend@yahoo.de sowie info@kulturwerk-eifel.de