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Mancher findet gar seinen Traumjob

Anschauen schon, aber nichts anfassen: Die Bundeswehr in der Heinrich-Hertz-Kaserne war auch Ziel der Jugendlichen beim Info-Treff. TV-Foto: Helmut Gassen
Anschauen schon, aber nichts anfassen: Die Bundeswehr in der Heinrich-Hertz-Kaserne war auch Ziel der Jugendlichen beim Info-Treff. TV-Foto: Helmut Gassen
Erfolgsmodell mit Tradition: Bereits seit fünf Jahren wird von der Agentur für Arbeit in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Schule und Wirtschaft nach den Sommerferien der Info-Treff im Landkreis Vulkaneifel angeboten, bei dem Abgangsschüler einen Tag einen Beruf ihrer Wahl hautnah kennen lernen können. Von unserem Mitarbeiter Helmut Gassen

Daun/Gerolstein. Interessiert hören sich die 40 Mädchen und Jungen die Ausführungen in der Heinrich-Hertz Kaserne in Daun an. Als "Geheimnisträger" würden sie als Soldatin oder Soldat einen Dienst verrichten, der "durchaus attraktiv" und gut bezahlt sei, werben die Bundeswehrangehörigen und Wehrdienstberater für den Dienst mit der Waffe. Die 14-jährige Christina Hannawald aus Gerolstein scheint ihren Traumberuf gefunden zu haben. Sie sagt: "Die Bundeswehr interessiert mich, weil man so seinem Land dienen kann, und Soldatin zu sein, ist einfach toll. Davon träume ich schon, seit ich sieben bin." Auch der 16-jährige Tobias Daun aus Rengen wollte bei der Bundeswehr einen Blick hinter die Kulissen werfen. "Ich würde bei der Bundeswehr gerne das Fachabitur machen und dann die Offizierslaufbahn einschlagen", berichtete er von seinen Plänen.Etliche Berufsbilder wurden beim Info-Treff 2007, an dem mehr als 300 Jugendliche (2006: 400) teilnahmen, präsentiert. Ausbildungsbetriebe und Institutionen im Landkreis Vulkaneifel öffneten ihre Türen für interessierte Schüler, damit diese hautnah Ausbildungsberufe und Arbeitsabläufe kennen lernen. Die Bilanz der "Macher" fiel dennoch positiv aus.

Rund 100 Schüler weniger als im Vorjahr dabei

"Wir fangen jedes Jahr wieder von vorne an mit immer neuen Jugendlichen, sind aber auch in diesem Jahr zufrieden", sagt Berufsberater Richard Werker von der Arbeitsagentur Daun. Die geringere Teilnehmehrzahl rühre auch daher, dass drei Veranstaltungen weniger als 2006 angeboten worden seinen. Den Sinn der Veranstaltungsreihe sieht Werker in zwei Punkten: "Der Info-Treff ist intensiver als eine Ausstellungsveranstaltung, bei der Betriebe sich nur präsentieren. Hier erleben die Teilnehmer, wie ihr vielleicht zukünftiger Arbeitsplatz aussieht. Sie bekommen ein Gefühl dafür und können sofort Kontakte knüpfen." Als zweiten wichtigen Punkt sieht er die Möglichkeit, einen Praktikumsplatz zu bekommen.

Grundsätzlich habe sich die Situation auf dem Ausbildungsmarkt entspannt. "Die Zahlen liegen zwar noch nicht vor, aber mein Bauchgefühl sagt mir, dass es besser geworden ist. Die Talsohle scheint durchschritten zu sein." Das sieht auch Stephanie Dolch-Becker von der Arge Trier so. "Wir merken, dass sich die Lage entspannt hat. Das Handwerk in der Region braucht nicht Hände ringend nach Nachwuchs zu suchen, hier herrscht kein Mangel an Bewerbern." Besonders gefragt sind momentan aber auch Berufe in der Informationstechnologie (IT). Bei den Jungen steht nach wie vor ein Beruf in der KFZ-Branche an erster Stelle, hier herrscht eine starke Nachfrage. Bei den Mädchen sind Stellen im Hotelgewerbe besonders attraktiv.