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Wirtschaft
Millioneninvestition am Standort Mehren

Das Familienunternehmen apra schafft mit dem neuen Technologie- und Entwicklungszentrum im Industriegebiet in Mehren mehr Platz für mehr Forschung und Ausbildung.
Das Familienunternehmen apra schafft mit dem neuen Technologie- und Entwicklungszentrum im Industriegebiet in Mehren mehr Platz für mehr Forschung und Ausbildung. FOTO: TV / Stephan Sartoris
Mehren. Das neue Technologie- und Entwicklungszentrum von Apra-Norm nimmt Gestalt an. Der Bau schafft Platz für mehr Forschung und Ausbildung. Von Angelika Koch

Alle reden vom Fachkräftemangel, manch einer tut was. Zum Beispiel die Apra-Gruppe. Sie schafft erst einmal mehr Platz: Bis zu siebzig Beschäftigte können im neuen Technologie- und Entwicklungszentrum arbeiten, das auf dem direkt an der Autobahn Koblenz-Trier gelegenen Firmensitz im Industriegebiet in Mehren entsteht. So rasant wie der Verkehr dort verläuft auch das Wachstum des Mittelständlers mit sechs Standorten: „Die Produktion wurde ausgeweitet, das führte zu etwas beengten Verhältnissen“, schildert Peter Kaiser, im Technologie-Unternehmen verantwortlich für das Bauprojekt, den Grund für das neue Gebäude aus Stahl und Alu. Und damit ist das Ende der Expansion voraussichtlich noch immer nicht erreicht. „Wir haben noch weitere Grundstücksreserven, denn auch dieser Neubau wird vermutlich nicht für die nächsten zehn Jahre ausreichen.“

Über die Investitionssumme sagt Peter Kaiser nur so viel: mehr als drei Millionen Euro. Auf zwei Etagen und rund viertausend Quadratmetern konzentriert sich ab Anfang 2019 die gesamte Forschungs- und Entwicklungstätigkeit von Apra, auch die Ausbildungsabteilung zieht um. Hinzu kommen Sozialräume und Facility Management (Objektbetreuung). „Mit elf Prozent haben wir eine sehr hohe Ausbildungsquote… und angesichts des Fachkräftemangels brauchen wir das auch, wir übernehmen fast alle Azubis.“ So sind die Baukosten eine Wertanlage in die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens und nicht nur in Gebäude. Sieben junge Menschen sind am 1. August ins Berufsleben bei der apra-Gruppe gestartet. Die neuen Auszubildenden verteilen sich auf vier verschiedene Ausbildungsberufe an den zwei Standorten apra-norm Elektromechanik in Mehren und apra-plast Kunststoffgehäusesysteme in Daun-Pützborn. Das Unternehmen beschäftigt zurzeit 35 Auszubildende

Damit Ingenieure und Techniker gute Arbeitsbedingungen vorfinden, ist die gesamte Ausstattung des Technologie- und Entwicklungszentrums ergonomisch optimiert, von der Beleuchtung bis zu höhenverstellbaren Schweißtischen. Auch energetisch wird nach modernstem Stand gebaut: Es gibt die Option einer Solaranlage und die Abwärme der Kompressoren wird per Wärmetauscher zum Heizen verwendet.

Alle Arbeiten wurden an regionale Bau- und Handwerksfirmen vergeben. „Wir sind zwar ein weltweit agierender Betrieb, aber es passt zu unserer Philosophie, die Wertschöpfung vor Ort zu lassen“, meint Kaiser. Der Baufortschritt liegt im Zeitplan. Doch bis die Öffentlichkeit das neue Zentrum von Nahem in Augenschein nehmen kann, ist noch etwas Geduld gefragt. Im Rahmen eines Tages der offenen Tür, der im kommenden Jahr auch das 50-jährige Bestehen von Apra feiert, wird der Wissensdurst gestillt.