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Natur erleben und daraus lernen

Rund 200 Naturfreunde aller Altersgruppen haben am Geo-Tag der Artenvielfalt im Naturerlebniszentrum (NEZ) Darscheid teilgenommen. Neben Exkursionen gab es Hochseilklettern und ein Kuchenbüfett.

Darscheid. (red) Im Angebot beim Tag der Artenvielfalt waren unter anderem Exkursionen in die Naturreservate rund um das Naturerlebniszentrum in Darscheid. Pro Stunde 300 Tier- und Pflanzenarten entdecken und notieren, etwas über den Wert der Artenvielfalt erfahren und die hohe Bedeutung des Naturschutzes in sich aufnehmen.

Biotopbetreuer Gerd Ostermann und seine Frau Susanne führten ihre Gruppen zur Botanik der Borstgrasrasen. Es konnten doch einige besondere Schätze entdeckt werden, unter ihnen der Nachtfalter Mondvogel. Ein Mann wollte einen Schwarzstorch sehen, was ihm Gärtnermeister Lutz Lamprecht, der für die Streuobstwiesen zuständig war, wegen der geringen Erfolgsaussicht ausredete. Imkermeister Thomas Körsten, der im NEZ-Garten mehrere Bienenvölker betreut, machte den Besuchern deutlich, dass ungefähr 90 Prozent der Lebensmittelerzeugung dieser Welt von der Bestäubung durch Insekten abhängig ist.

Rundfahrten mit dem Traktor



"Wer macht sich Gedanken über die kleinen Tiere und seltenen Pflanzen in unserer Heimat, wer gibt ihnen eine Stimme" - das war das Motto des pädagogischen Leiters des NEZ, Lothar Boos. Er lud zu Rundfahrten mit dem NEZ-Traktor ein und zeigte die Naturschutzstrategie der Darscheider Vogelschutzgruppe: den sich seit über 20 Jahren entwickelnden kommunalen Biotopverbund, den ersten seiner Art in Rheinland Pfalz.

NEZ-Förster Engelbert Schmidt brach zu einer Waldexkursion mit Unterstützung seines Chefs Karl-Ludwig Pentzlin auf, als ein heftiger Gewitterschauer alle Akteure und Gäste ins NEZ-Café trieb, was den Kassenwart der Vogelschutzgruppe, Michael Hoffmann, erfreute.

Diese Zeit war auch die Stunde des Darscheider Revierförsters Harald Fell, der in der Waldschule die meisten Tiere unserer Flur als Präparate präsentierte und deren erhaltenswerte Lebensräume beschrieb.

Jugendliche füllten den im NEZ-Garten geernteten Honig in Gläser ab, beklebten diese mit selbst gebastelten aber vorschriftsmäßigen Etiketten und boten ihn zum Verkauf an. Der Erlös geht an die Jugendarbeit.

Forstwirtschaftsmeister Alexander Otten zog mit den Kindern in die Wasserwildnis im Alfbachtal. Wegen des Regens konnten die jugendlichen Verantwortlichen des Veranstaltungsbüros, Lisa Pantenburg und André Ribberink, nur rund 300 entdeckte Arten präsentieren.

Zum Abschluss feierten etwa 50 Gäste mit Pfarrerin Sabine Meckelburg und Kaplan Jochen Kohr eine von Simone Fischer mit der Gitarre begleitete ökumenische Andacht. Alle Gruppen formulierten die Erkenntnisse der Exkursionen als Fürbitten, die Kathi Groß, Miriam und Alicia Breit vortrugen.