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Nun ist die Kirche wieder komplett

Außen hui, aber im Inneren der Nikolauskirche muss noch einiges getan werden. Damit wird 2019 begonnen. TV-Foto: Stephan Sartoris
Außen hui, aber im Inneren der Nikolauskirche muss noch einiges getan werden. Damit wird 2019 begonnen. TV-Foto: Stephan Sartoris FOTO: (e_daun )
Daun. Die umfassende Außensanierung der Dauner Nikolauskirche ist bis auf Restarbeiten abgeschlossen, und auch das von vielen gewünschte Zifferblatt ist installiert. Im Innern geht weiter, aber nicht schon im kommenden Jahr, sondern 2019. Stephan Sartoris

Daun Klaus Manderscheid hat es sich nicht nehmen lassen, persönlich dabei zu sein, als die Mitarbeiter der Glockengießerei Mark aus Brockscheid mit einer Arbeitsbühne vor der Nikolauskirche in Daun anrücken. Ihr Auftrag: die neue Turmuhr, bestehend aus Triebwerk, Zifferblatt und Zeigerpaar, zu installieren.
Darum hatte es einige Aufregung gegeben. Denn als das im Frühsommer wegen der Sanierungsarbeiten angebrachte Gerüst um den Glockenturm abgebaut war, bemerkten viele Dauner: Da fehlt doch was. Und zwar die Zifferblätter auf der Frontseite und auf der linken Seite des Turms.
Was allerdings kein Versäumnis war, sondern einem Vorschlag der Denkmalpfleger des Bistums Trier folgte. Denn sie hatten empfohlen, auf die Zifferblätter zu verzichtet. Kopfschütteln deswegen nicht nur bei Klaus Manderscheid: "So etwas gehört doch einfach zur Kirche dazu." Immer mehr Kritiker der Bistums-Empfehlung traten auf den Plan, was die katholische Kirchengemeinde zu einem Kompromiss bewegte.
Keine zwei Zifferblätter mehr, aber eins über dem Hauptportal. "Damit kann man gut leben", sagt Michael Friedrich, der sich ebenfalls gegen den Vorschlag der Denkmalschützer ausgesprochen hatte. "Es hat sich ja dann doch gelohnt, nicht alles einfach hinzunehmen. Die Sanierung der Kirche ist wirklich gelungen, und das Zifferblatt gehört einfach dazu", sagt er sich. Allerdings sollten sich die Dauner noch nicht an der Kirchenuhr orientieren: Sie läuft nämlich noch nicht. Nach Auskunft von Architekt Michael Stoffel sind noch "Arbeiten im Innenbereich wie Verkabelung und Montage" zu erledigen.
2016 ist mit der umfassenden Sanierung des Gotteshauses begonnen worden. Teilweise befand sich das Gebäude noch im Zustand von Ende der 1940er Jahre. Die Kirche war bei einem Bombenangriff im Januar 1945 stark beschädigt, nach Kriegsende relativ schnell wieder aufgebaut und im August 1949 geweiht worden.
Mittlerweile hat das Gotteshaus neben einem neuen Anstrich unter anderem auch eine neue Entwässerung und eine neue Heizung.
Außen hui, aber innen ist noch einiges zu tun. Entgegen der ursprünglichen Planung werden diese Arbeiten aber erst 2019 in Angriff genommen. "Wir haben uns dazu entschlossen, alle Vorbereitungen im kommenden Jahr so weit zu erledigen, dass gleich zu Jahresbeginn 2019 gestartet werden kann", berichtet Matthias Brauns, stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrats der Kirchengemeinde. Rund 145 000 Euro werden in Brandschutz, Elektroinstallation, Beschallung sowie Putz-, Stuck- und Malerarbeiten investiert. Brauns: "Darin enthalten sind auch die Kosten für die Einhausung der Orgel." Auf 820 000 Euro für die Gesamtsanierung waren die Kosten beziffert worden, nun wird es aber doch teurer, gut 60 000 Euro, "ein noch zu verkraftender Betrag", sagt Brauns. Anders als bei den Außenarbeiten wird die Innensanierung nicht ohne Schließung der Kirche vonstatten gehen. "Wir haben Ausweichmöglichkeiten, wollen aber, dass die Arbeiten möglichst an einem Stück durchgezogen werden."

FOTO: Klaus Kimmling (Kik) ("TV-Upload Kimmling"
Mitarbeiter der Glockengießerei Mark aus Brockscheid haben die neue Turmuhr, bestehend aus Triebwerk, Zifferblatt und Zeigerpaar, installiert. Allerdings dient sie noch nicht zur Orientierung: Sie läuft noch nicht. TV-Fotos (2) : Klaus Kimmling
Mitarbeiter der Glockengießerei Mark aus Brockscheid haben die neue Turmuhr, bestehend aus Triebwerk, Zifferblatt und Zeigerpaar, installiert. Allerdings dient sie noch nicht zur Orientierung: Sie läuft noch nicht. TV-Fotos (2) : Klaus Kimmling FOTO: Klaus Kimmling (kik) ("TV-Upload Kimmling"