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Rekordjahr für den Vulkaneifel-Kreis

Hoffen auf Baurecht: Der Ausbau der Ortsdurchfahrt von Mehren steht schon seit längerem oben auf der Prioritätenliste der Gemeinde.TV-Foto: Stephan Sartoris
Hoffen auf Baurecht: Der Ausbau der Ortsdurchfahrt von Mehren steht schon seit längerem oben auf der Prioritätenliste der Gemeinde.TV-Foto: Stephan Sartoris
In das Straßennetz in den Kreises Bitburg-Prüm und Vulkaneifel wird mittlerweile mehr als doppelt so viel Geld in die Erhaltung investiert wie in den 90-er Jahren. Im vergangenen Jahr belief sich die Investitionssumme in die Verkehrsinfrastruktur laut Landesbetrieb Mobilität Gerolstein auf rund 36,5 Millionen. Von unserem Redakteur Stephan Sartoris

Daun/Gerolstein/Bitburg/Prüm. "Bund, Land und Kreise investieren im Bereich des Eifelkreises Bitburg-Prüm und des Landkreises Vulkaneifel mittlerweile mehr als doppelt so viel Geld in die Erhaltung der Straßennetze wie noch in den 90-er Jahren", stellt Harald Enders, Leiter des Landesbetriebs Mobilität (LBM) Gerolstein, fest. Und er kann die deutlich höheren Investitionen auch für das vergangene Jahr mit Zahlen untermauern. Vor allem für den ehemaligen Kreis Daun kann Enders einen Rekord vermelden: 4,4 Millionen Euro sind dort im vergangenen Jahr in den Kreis-Straßenbau geflossen; in Bitburg-Prüm waren es 4,7 Millionen. In Bundes- und Landesstraßen wurden knapp 18 Millionen investiert, hinzu kommen neun Millionen Euro für den Bau der A 1 bei Daun. Vor allem die Maut hat laut LBM-Chef viel Geld in die Kassen des Bundes gespült - Geld, das Schienenverkehr und Straßenbau zugute gekommen ist. Investiert wurde auch in das Radwegenetz der beiden Eifelkreise: knapp 900 000 Euro. Laut Enders hat die Eifel in jüngster Vergangenheit vor allem von den Gemeinschaftsmaßnahmen, bei denen Straßen- und Kanalbau kombiniert werden, profitiert. So seien in den vergangenen zehn Jahren rund 150 Straßenabschnitte in Dörfern ausgebaut worden. Die Gemeinschaftsmaßnahme sei auch deshalb attraktiv, weil es Zuschüsse von 80 Prozent der Kosten gebe. Für die Zukunft hat sich der LBM gerüstet: So hat es 2007 eine systematische Zustandserfassung für das komplette Netz der Bundes-, Landes- und Kreisstraßen (fast 2500 Kilometer in den Kreisen Bitburg-Prüm und Vulkaneifel) gegeben. Derzeit werden die Ergebnisse der Erfassung ausgewertet. "Auf dieser Grundlage werden der Erhaltungsbedarf und die Prioriäten der Maßnahmen gesteuert", kündigt Enders an. Für das laufende Jahr hat der LBM wieder eine Reihe von Projekten aufgelistet, die ausgeschrieben werden sollen. Hoffnung machen kann sich die Gemeinde Mehren auf den Beginn des Ausbaus der arg ramponierten Ortsdurchfahrt.Knotenpunkt soll entschärft werden

Ähnliches gilt für Dockweiler, wo der Ausbau der B 421 im Ort auf der Liste steht. Vorgesehen ist auch der weitere Ausbau der Kreisstraße 25 von Strohn über Mückeln bis zur Grenze zum Kreis Bernkastel-Wittlich. Für den Altkreis Prüm steht die Entschärfung eines unfallträchtigen Orts auf der Liste: Der Knotenpunkt B 51/B 410 bei Brühlborn soll umgebaut werden. Verbindlich ist aber noch nichts, stellt Enders klar: "Konkret werden die Projekte erst, wenn Baurecht besteht." Im Bereich Bitburg wird für dieses Jahr der Abschluss eines Projekts erwartet: die Umgehung Wolsfeld.