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Seit 100 Jahren in der Mehrener Straße

Unweit vom Radfahrweg und auch der Autobahn können sich Gäste und Ortsbewohner bei einer reichhaltigen Speisen- und Getränkekarte im Dorfgasthof Schmitz im Drei-Maare-Dorf Schalkenmehren stärken. TV-Foto: bernd Schlimpen
Unweit vom Radfahrweg und auch der Autobahn können sich Gäste und Ortsbewohner bei einer reichhaltigen Speisen- und Getränkekarte im Dorfgasthof Schmitz im Drei-Maare-Dorf Schalkenmehren stärken. TV-Foto: bernd Schlimpen
Schalkenmehren. 1913 eröffnete das Gasthaus Zum Bahnhof in der Mehrener Straße 13 in Schalkenmehren. Heutzutage gibt es dort keine Schienen mehr, Züge verkehren seit langem nicht mehr. Doch das Gasthaus ist noch da: Die Familie Schmitz betreibt es in vierter Generation. Und feiert in diesen Tagen das 100. Jubiläum des Dorfgasthofes. Bernd Schlimpen

Schalkenmehren. Der Kaiser regierte noch, als 1913 der Gasthof Zum Bahnhof eröffnete. Vor 100 Jahren wurden zum ersten Mal in der Mehrener Straße 13 Gäste empfangen. Nun feiert in diesen Tagen die Familie Schmitz das 100-jährige Bestehen ihres beliebten Gasthauses, das nun Dorfgasthof Schmitz heißt. Auch in der kürzlich vorgestellten neuen Dorfchronik des Drei-Maare-Dorfes Schalkenmehren durfte der Dorfgasthof nicht fehlen. Viele Gratulanten kommen vorbei, um das Jubiläum zu honorieren.Dorf Geschichten


Der Familienbetrieb hat also ein Stück Maardorfgeschichte miterlebt. Die neue Bahnlinie von Daun nach Wittlich nahm 1913 Johann Peter Schneider als Grund, eine neue Gaststätte in Schalkenmehren einzurichten, die näher am Bahnhof lag als die übrigen Wirts-Betriebe in Schalkenmehren: Daher der Name Gasthaus zum Bahnhof.
Heute verkehren auf dieser Bahnstrecke keine Züge mehr, schon lange nicht mehr. Die Schienen sind abgebaut, aber das Gasthaus hat zwei Weltkriege überstanden. In vierter Generation betreiben heute Mechthild und Günter Schmitz das Dorfgasthaus in Schalkenmehren. Als der Familienbetrieb entstand, war es üblich, auch noch Landwirtschaft zu betreiben.
Heute legt man in dem bekannten Fremdenverkehrsort mit den drei Maaren natürlich hauptsächlich Wert auf den Tourismus. Auch das Dorfgasthaus Schmitz passte sich dem Trend an, baute 1957 ein Küchengelände, und 1972 wurde eine Kegelbahn in Betrieb genommen. Seit 1983 verfügt der Familienbetrieb auch über zehn moderne Gästezimmer, die während der Saison heiß begehrt sind. Heute verlaufen auf der einstigen Bahntrasse der beliebte Maare-Moselradweg und die Autobahn, nahe beim Gasthof, und das traditionelle Gasthaus ist bestens auf die Zukunft eingestellt. "Unser Sohn Tobias ist Koch und könnte den Betrieb einmal übernehmen", erklärt Chef Günter Schmitz, der die Leitung des Gasthauses 1987 von seinen Eltern Arnold und Eva Schmitz übernahm.
Mit Saal, Gaststube und Terrasse stehen zurzeit 170 Sitzplätze für Gäste zur Verfügung. Der Saal wird nicht nur für Familienfeiern aller Art gebraucht, auch die Schalkenmehrener Vereine feiern dort gerne ihre Feste. Bei seiner Speisekarte setzt Günter Schmitz auf beste Qualität aus der Region: Rindfleisch, Lamm, Schwein, Wild und auch Forellen stammen aus der hiesigen Region. Dabei weiß der Wirt auch das Obst der eigenen Streuwiesen zu verwenden, und der Gastronom sagt: "In Neuerburg werden daraus eifeltypische, besondere Obstbrände hergestellt."