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Sie machen Menschen stark und unabhängig

Eine Feier mit Gesang: Anlässlich ihres zehnten Geburtstages stellen die Mitarbeiter der Sozialpädagogischen Familienhilfe Vulkaneifel ihre Arbeit vor. TV-Foto: Alwin Ixfeld
Eine Feier mit Gesang: Anlässlich ihres zehnten Geburtstages stellen die Mitarbeiter der Sozialpädagogischen Familienhilfe Vulkaneifel ihre Arbeit vor. TV-Foto: Alwin Ixfeld
Daun. Familien in schwierigen Lebenssituationen haben in Daun seit zehn Jahren eine Anlaufstelle bei der Sozialpädagogischen Familienhilfe Vulkaneifel (SPFH). Bei einer Feier im Dauner Regina-Protmannhaus haben Mitarbeiter und Wegbegleiter vor rund 80 Gästen Jubiläum gefeiert.

Daun. "Die schaffen das", so lässt sich die Motivation der rund 20 SPFH-Mitarbeiter umschreiben. Mit "die" sind Familien gemeint, deren Leben so aus den Fugen geraten ist, dass sie Hilfe brauchen. "Die schaffen das" war auch der Schlusssatz eines Theaterstücks, in dem Mitarbeiter der Familienhilfe zeigten, wie ihre Arbeit aussieht. Sie begleiten Familien vom Erstgespräch an, bei der Zusammenarbeit mit dem Jugendamt über konkrete Alltagssituationen bis zu einer Lösung, die auf das Wohl der Kinder achtet.
"Wir fahren einen pragmatischen Ansatz mit der Ausrichtung, auf das Gute zu achten, auf das, was funktioniert", erklärte Doris Rücker, pädagogische Leiterin der SPFH im TV-Gespräch. Der gesellschaftliche Blick auf die Defizite, "bei dem jeder nur guckt, was er falsch macht, der gefährdet unsere Kinder", so Rücker. Rund 600 Familien haben die Fachkräfte bislang begleitet. Das Ziel dabei sei immer, "die Menschen stark zu machen, damit sie uns nicht mehr brauchen", erklärte die Pädagogin.
Landrat Heinz Onnertz lobte in seiner Ansprache die Arbeit des Vereins im Umgang mit Familien und Kindern. Unstimmigkeiten zwischen dem Landkreis und der SPFH gebe es nur, weil der Kreis hoch verschuldet sei und die Kosten im Bereich der Familienhilfe ständig steigen würden, so Onnertz.
Dennoch versprach er, dass auch in Zukunft die Arbeit des Vereins nicht nur nach Kostengründen beurteilt werde.
Doris Rücker hob die Nachhaltigkeit der pädagogischen Familienhilfe hervor, die auf Ressourcen und Fähigkeiten der Menschen achte. Dadurch würde die seelische Widerstandskraft gestärkt und Burnout vermieden. "Das sind Kosten, die erspart werden", so Rücker. Ihr Fazit: "Wir machen weiter so!" AIX