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Spektakuläre Bilder, begeisterte Besucher: Dauner Fototage locken 2000 Menschen ins Forum

Daun. Die sechsten Dauner Fototage sind mit einem Zuschauerrekord zu Ende gegangen. Mehr als 2000 Besucher haben die verschiedenen Veranstaltungen am Wochenende besucht. Vor allem die vier Multivisions-Shows im jeweils ausverkauften Dauner Forum haben gezeigt, dass gute Fotografie viele Menschen begeistert. Alwin Ixfeld

Daun. Die Fototage sind zum festen Bestandteil im Kulturkalender der Vulkaneifel geworden. Zu den Veranstaltungen, die von Donnerstag bis Sonntag im Forum Daun liefen, sind auch Menschen aus Luxemburg, Köln, Bonn oder dem Saarland angereist. Auch eine Gruppe aus Trier ist zu dem Fotofestival angekommen: "Eine tolle Veranstaltung", sagt einer der Besucher aus der Moselstadt und ergänzt: "Es gibt nichts Vergleichbares in der Region."
Keine Frage, dass sich auch Organisator Hans Nieder hocherfreut zeigt: "Gute Fotografie hat offensichtlich einen hohen Stellenwert, trotz der Reizüberflutung digitaler Massenware im Internet."
Auch bei den jungen Leuten scheint die Fotografie auf Interesse zu stoßen: Zur Preisverleihung des Jugendfotowettbewerbs sind rund 150 Kinder, Jugendliche und ihre Eltern in die Kreisstadt gekommen.
Technikinteressierte haben bei der sogenannten Fotoinfomesse am Samstag das Gespräch mit Fachleuten gesucht: Eine Reihe von Experten stand den zahlreichen Besuchern bei Fragen zu den unterschiedlichen Herstellern und ihren Modellen Rede und Antwort.Ergreifende Multivisions-Shows


Schwerpunkt der Fototage sind allerdings die Bilderschauen zu unterschiedlichen Themen. So haben zum Beispiel Olaf Krüger und Kerstin Langenberger mit ihren Aufnahmen aus Island, Grönland und anderen Inseln des Nordatlantiks nicht nur die Schönheit der Natur gezeigt, sondern auch die Zerstörung dokumentiert, die der Klimawandel hinterlassen hat.
Ein weiterer Gastredner war der Meeresbiologe und Unterwasserfotograf Uli Kunz, der sich nicht davor scheut, in kalte Gewässer zu tauchen. Doch bevor er mit seinem Vortrag beginnt, nimmt er die Zuhörer bis ganz an die Anfänge seiner Tauchkarriere mit.
Als er eine Aufnahme von sich in Tauchmontur zeigt, bricht das Publikum beim Anblick des Bildes in Gelächter aus. "Meine Mutter hat auf diese rot-weiße Badekappe bestanden", rechtfertigt sich Kunz. "Warum, weiß ich bis heute nicht." Das modische Accessoire tat seinem beruflichen Werdegang keinen Abbruch.
Seine Bilder zeigen die im wahrsten Sinne bunte Vielfalt des Lebens im eisigen Meer. Besonders beeindruckend für die Zuschauer sind in seiner Präsentation Fotos und Filmsequenzen von Belugawalen oder von jagenden Orcas und Blauwalen mitten in einem Heringsschwarm.
Aber auch das Tauchen in Unterwasserhöhlen mittelamerikanischer Urwälder bringt spektakuläre Bilder, wie etwa die Aufnahmen von 10 000 Jahre alten Feuerstellen oder 2000 Jahre alten menschlichen Gebeinen.
Auf das Leben der Menschen konzentriert sich dagegen Andreas Pröve auf seiner Reise entlang des Mekong.
Der querschnittsgelähmte Fotograf hat in seinem Rollstuhl vier Monate lang den Flussverlauf vom Mündungsdelta in Vietnam über Kambodscha und China bis ins tibetische Hochland verfolgt - ein 5000 Kilometer langer Weg.
Zum Abschluss der Dauner Fototage hat Christian Rottenegger die Zuschauer mit seiner Ultratour von Deutschland bis in den Himalaya begeistert.