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Politik
Treu ergeben und recht bequem

Gordon Schnieder, seit acht Jahren als CDU-Kreisvorsitzender im Amt, ist weiterhin unangefochten. Das gilt mehr denn je, da er inzwischen auch in der Landespolitik nicht mehr als Neuling gilt und mit dem Vorsitz der Kommunalpolitischen Vereinigung innerhalb der CDU deutlich an Macht gewonnen hat. Von Mario Hübner
Mario Hübner

Dass er erneut mit dem Traumergebnis von 100 Prozent als Kreisvorsitzender im Amt bestätigt worden ist, zeigt, wie sehr ihm die Parteimitglieder dankbar sind, dass er die nach dem Sparkassendebakel am Boden liegende Partei wieder geeint und zu alter Stärke geführt hat. Dafür folgen ihm die Mitglieder beinahe blind – zum Beispiel bei seinem Verjüngungskurs. Noch vor wenigen Jahren wäre es undenkbar gewesen, dass eine 28- und eine 20-Jährige es nach vergleichsweise kurzer Parteizugehörigkeit direkt bis in den geschäftsführenden Vorstand schaffen. Das zeugt von treuer Ergebenheit gegenüber dem Vorsitzenden. Und Bequemlichkeit. Schließlich wird es Gordon ja schon richten. Für ein gutes Ergebnis bei der Kommunalwahl 2019 wird das aber zu wenig sein.

m.huebner@volksfreund.de