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Veranstalter: VW-Affäre soll sich nicht auf Eifel-Rallye-Festival im kommenden Jahr auswirken

Riesiger Zuschauerandrang in Daun und Umgebung: Das Eifel-Rallye-Festival zieht an drei Tagen im Juli Tausende von Motorsport-Fans in die Region. Immer im Fokus: Rallye-Ikone Walter Röhrl. TV-Foto: Jürgen C. Braun
Riesiger Zuschauerandrang in Daun und Umgebung: Das Eifel-Rallye-Festival zieht an drei Tagen im Juli Tausende von Motorsport-Fans in die Region. Immer im Fokus: Rallye-Ikone Walter Röhrl. TV-Foto: Jürgen C. Braun FOTO: (e_daun )
Daun. Krise in Wolfsburg, aber nicht in Daun: Trotz des Sponsors "Autostadt", einer Volkswagen-Tochter, steht das Rallye-Festival 2016 nicht in Frage. Im Gegenteil: Die Veranstaltung soll bei der sechsten Auflage aufgewertet werden. Jürgen C. Braun

Daun. Es werde "Jeder und alles, auch sämtliche geplanten Investitionen" auf den Prüfstand gestellt, hatte das neue Volkswagen-Management nach dem Rücktritt des Vorstands-Vorsitzenden Martin Winterkorn wegen der Affäre um manipulierte Abgaswerte in den USA angekündigt. Eine Aussage, die im Kern auch die Unterstützung sportlicher Marketing-Aktivitäten wie etwa die des Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg betraf.
Doch auch in der Region und in der Motorsport-Szene kamen schnell Fragen auf, ob auch das Eifel-Rallye-Festival, inzwischen eine der größten Veranstaltungen in der Eifel, betroffen sein könne. Hintergrund: Einer der Sponsoren ist die "Autostadt", eine Tochtergesellschaft der Volkswagen AG.Wirtschaftsfaktor für die Eifel


Peter Schlömer, Vorsitzender des ausrichtenden Motorsportclubs (MSC) Daun und Mit-Organisator des Festivals, stellt klar: "An der Austragung des Festivals im nächsten Jahr gibt es keinen Zweifel. Ungeachtet aller Entscheidungen in Wolfsburg." Und fügt hinzu: "Die ‚Autostadt' gehört zu unserem Sponsorenpool, aber sie ist nicht der Hauptsponsor. Die Austragung der Veranstaltung steht und fällt nicht mit deren Engagement." Zudem gehörten "nicht nur finanzielle, sondern auch logistische Unterstützung", zu dem Beitrag, den die VW-Tochter leiste. Und die werde es auch im nächsten Jahr geben.
Das Rallye-Festival hat sich seit seiner ersten Austragung 2011 von einem rein historischen Motorsport-Event zu einem Wirtschaftsfaktor in der Vulkaneifel entwickelt. "Unser Ziel war es damals gewesen, eine schwarze Null zu schreiben. Mittlerweile bringen wir in drei Tagen mit dieser Veranstaltung einen Umsatz von etwa zwei Millionen Euro in die Region", bekräftigen die Dauner Motorsport-Freunde.
Längst weiß man den Wert des Festivals mit seinen zigtausenden Besuchern aus ganz Europa zu schätzen. "Dieses Festival ist eine Mega-Veranstaltung, die durch alle Medien geht und Daun und die Umgebung bekannt macht", sagt Dieter Wilhelm, Vorsitzender des Gewerbe- und Verkehrsvereins und Motorsport-Fan.
Gemeinsam mit den Mit-Organisatoren Christian Geistdörfer und Reinhard Klein sind die "Strippenzieher" vom MSC Daun für nächstes Jahr schon "volles Rohr am Arbeiten", erklärt Schlömer. Bisher hätten Veranstalter und Ausrichter immer nur von Jahr zu Jahr gedacht und gehandelt. "Dabei wird es auch bleiben. Damit sind wir immer gut gefahren", bestätigt Schlömer und bekräftigt in Bezug auf das Thema "Autostadt" noch einmal: "Wir würden uns nie von einem einzigen Sponsor abhängig machen, mit dessen Engagement das ganze Festival steht oder fällt."Extra

In der Sendung "PS-Klassik mobil'" berichtet n-tv am Samstag, 31. Oktober (9.30 Uhr) und am Sonntag, 1. November (7.30 Uhr) über die fünfte Austragung des Motorsportfests in der Vulkaneifel in diesem Jahr. Zudem hat es sich erneut für das Finale des "International Historic Motoring Awards", eine Art Oscar der Motorsport-Veranstaltungen qualifiziert. Die Gala ist am 19. November in London. jüb