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Vereine
Majestäten treffen ins Schwarze

Die Prinz- und Prinzessinnentitel holten beim Jungschützentag in Kelberg: (vorne von links) Ann-Katrin Schäfer, Maik Saxler und Anne Gilgenbach, verliehen von der Kelberger Brudermeisterin Marga Kinner (rechts) und den Repräsentanten  des Bezirks Maria Laach, (hinten von links) Norbert Steffens, Volker Malburg und Stephan Becker.
Die Prinz- und Prinzessinnentitel holten beim Jungschützentag in Kelberg: (vorne von links) Ann-Katrin Schäfer, Maik Saxler und Anne Gilgenbach, verliehen von der Kelberger Brudermeisterin Marga Kinner (rechts) und den Repräsentanten  des Bezirks Maria Laach, (hinten von links) Norbert Steffens, Volker Malburg und Stephan Becker. FOTO: Brigitte Bettscheider
Kelberg. Mehr als 100 jugendliche Mitglieder aus Bruderschaften des Bezirks Maria Laach haben am Jungschützentag des St. Sebastianus-Schützenvereins Kelberg teilgenommen. Und zwei der drei Sieger kommen aus dem Landkreis Vulkaneifel. Von Brigitte Bettscheider

Gutes Gelingen und Miteinander hat Landrat Heinz-Peter Thiel als Schirmherr den Kindern und Jugendlichen aus 20 Schützenbruderschaften (siehe Info) zum Auftakt gewünscht. Er lobte den dynamischen Gottesdienst mit der Cover-Rockband „Candy Apple Red“ und betonte, dass die historischen Schützenvereine sich als Gemeinschaft in der Öffentlichkeit positionieren und ihre Werte „Glaube, Sitte, Heimat“ vermitteln. Den Gottesdienst in der Kelberger Pfarrkirche leiteten der Ortspfarrer Ulrich Apelt sowie der Geistliche Volker Malberg (Lantershofen) als der Präses des Bezirksverbands Maria Laach und des Diözesanverbands Trier.

   „Alles bestens“, lautete schließlich die Bilanz des Bezirksbundesmeisters Norbert Steffens (Reudelsterz) und des Bezirksjungschützenmeisters Stephan Becker (Brachtendorf). Die Kelberger, allen voran die Brudermeisterin Marga Kinner, hätten die Veranstaltung vorbildlich organisiert – das Rahmenprogramm, die Schießwettbewerbe, die Verpflegung, die Betreuung, sagten sie. Sie zeichneten Dutzende Teilnehmer für ihre sportlichen Leistungen am Schießstand aus und verliehen Maik Saxler, Anne Gilgenbach und Ann-Katrin Schäfer die Prinzen- beziehungsweise Prinzessinnentitel.

    Maik Saxler ist zehn Jahre alt, er wohnt in Sassen und ist seit einem Jahr Mitglied der Schützenbruderschaft Kelberg – „weil die Leute alle nett sind und wir viel Spaß haben“, sagte er nach der Siegerehrung. Ja, er trainiere jede Woche, aber er habe heute auch viel Glück bei den Wettbewerben gehabt. Maik trägt nun für ein Jahr den Titel „Bezirksbambiniprinz“.

Neue Bezirksschülerprinzessin wurde die 15-jährige Anne Gilgenbach von den St.-Markus-Schützen Höchstberg und ist damit – wie Maik Saxler – ebenfalls eine „Majestät“, die aus dem Landkreis Vulkaneifel kommt. Annes komplette Familie ist im Schützenverein ihres Heimatdorfs: ihre Eltern Walter und Silvia und ihr Bruder Jan. Seit einem Jahr beteiligt sie sich an Wettkämpfen. „Dass ich heute den Titel geholt habe, hat mich total überrascht“, meint sie.

  Seit zehn Jahren ist Ann-Katrin Schäfer aus Ettringen bei den Hambucher Schützen. Die 22-jährige Auszubildende ist schon im Besitz einer Reihe von Urkunden, Medaillen und Pokalen. Nun ist sie Bezirksjungschützenprinzessin geworden und hat sich – wie Anne Gilgenbach – für die Teilnahme an den Schießwettbewerben des Diözesanjungschützentages Ende Mai in Kürrenberg bei Mayen qualifiziert.