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Wandern
Engagement für den Eifelsteig

Eifelsteig-Wegemanager Herbert Michels.
Eifelsteig-Wegemanager Herbert Michels. FOTO: Christina Bents
Daun/Gerolstein. 20 Wegepaten halten die Route in Schuss. Der kommunale Wegemanager Herbert Michels berichtet von seiner Arbeit und davon, wie die Strecke den Tourismus in der Vulkaneifel verändert hat. Von Nathalie Hartl
Nathalie Hartl

Von Aachen-Kornelimünster bis nach Trier führt die 313 Kilometer lange Strecke durch die Eifel.

Bereits zum dritten Mal ist die Route als Premium-Wanderweg mit dem „Deutschen Wandersiegel“ ausgezeichnet worden. Aktuell belegt der Eifelsteig Platz drei unter den zertifizierten Fernwanderwegen des Deutschen Wanderinstituts. Um die Qualität zu sichern, sind ehrenamtlichen Wegepate im Einsatz. Sie räumen zum Beispiel umgestürzte Bäume weg oder achten darauf, dass die Beschilderung gut erkennbar bleibt. In Blankenheim haben sich die Wegepaten des Eifelvereins, der eine Kooperation mit der Eifel Tourismus GmbH  und den Kommunen eingegangen ist, zum jährlichen Erfahrungsaustausch getroffen.

Herbert Michels ist kommunaler Wegemanager im Bereich Vulkaneifel und betreut vier Wegepaten. In einem kurzen Interview erzählt er von seiner Arbeit.

Welchen Streckenabschnitt betreuen Sie?

Herbert Michels: Der Bereich beginnt beim Nerother Kopf, also an der Grenze von der Verbandsgemeinde (VG) Gerolstein zur VG Daun. Er erstreckt sich bis zu der VG Wittlich-Land.

 Seit wann sind Sie kommunaler Wegemanager, und wie sind Sie dazu gekommen?

Michels: Schon seit 2012 bin ich Wegemanager. Das Ganze hat mit meinem Job zu tun, denn ich bin bei der VG Daun als Ranger angestellt. Ich kümmere mich also um 750 Kilometer Mountainbike-Strecke, Rad- und Wanderwege sowie den Nordic Walking Park. Insgesamt sind das 1200 Kilometer Strecke.

 Was sind Ihre Aufgaben als Wegemanager des Eifelsteigs und was machen die Wegepaten?

Michels: Gelegentlich haben wir mit Vandalismus zu tun. Ansonsten nagt natürlich der Zahn der Zeit an den Wegen und Markierungen. Ich muss daher gelegentlich Schilder nachbestellen und kümmere mich darum, dass alles repariert wird.
Die vier Wegepaten innerhalb der VG Daun begehen den Bereich, für den sie zuständig sind, zwei Mal im Jahr. Dabei dokumentieren sie, was defekt ist. Der Bericht landet später auf meinem Schreibtisch und ich sorge dafür, dass die Fehler beseitigt werden. Bei ihren Touren haben die Wegepaten auch Markierungsmaterialien dabei. Wenn zum Beispiel ein Schild an einem Baum fehlt, kleben sie dieses wieder an, denn anders als früher werden die Hinweisschilder nicht mehr angenagelt. So werden die Bäume nicht verletzt.

 Was sind Ihre persönlichen Höhepunkte auf dem Streckenabschnitt, um den Sie sich kümmern?

Michels: Der Nerother Kopf ist sehr sehenswert, vor allem die Mühlsteinhöhle und die Burgruine, die sich hier befinden. Ansonsten ist das Liesertal etwas ganz Besonderes, genau wie der sogenannte Maarsattel am Weinfelder Maar (Totenmaar), wo man gleichzeitig einen herrlichen Blick auf das Schalkenmehrener Maar hat.

 Wie hat der Eifelsteig den Tourismus in der Vulkaneifel verändert? Haben Sie Beobachtungen gemacht?

Michels: Insgesamt hat sich das Klientel über die letzten Jahre hinweg sehr verjüngt, viele sind zwischen 20 und 30. Die Wanderer heute haben außerdem oft eine moderne Ausrüstung und GPS-Geräte im Gepäck – obwohl diese auf dem Eifelsteig eigentlich nicht gebraucht werden, weil der Weg optimal ausgeschildert ist.  Dank des Eifelsteigs sind einige Fernwanderer auch auf andere Wege, wie zum Beispiel die Vulkaneifel-Pfade, aufmerksam geworden.

Interview: Nathalie Hartl