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Wichtige Anlaufstelle für die Flüchtlinge

 Ministerin Alt (obere Reihe, Zweite von links) hat Spaß im Dauner Café Asyl. TV-Foto: Klaus Kimmling
Ministerin Alt (obere Reihe, Zweite von links) hat Spaß im Dauner Café Asyl. TV-Foto: Klaus Kimmling FOTO: klaus kimmling (e_daun )
Daun. Besuch aus Mainz: Ministerin Irene Alt (Grüne) hat sich in Daun mit Helfern und Flüchtlingen getroffen, um sich über die Situation vor Ort zu informieren. Ihr wurden viele kleine und große Probleme geschildert.

Daun. Eigentlich ist es an diesem Tag wie immer: Das Café Asyl ist eröffnet, es herrscht Hochbetrieb im alten Dauner Bahnhof. Der ist Heimat des Hauses der Jugend der Kreisstadt, aber seit fast genau einem Jahr ist er einmal wöchentlich auch Anlaufstelle für Flüchtlinge - das Café Asyl.
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Dort erhalten sie unter anderem Hilfe beim Ausfüllen von Formularen, beim Erlernen der deutschen Sprache, können sich austauschen oder haben "einfach Spaß", sagt Rita Schmaus, die maßgebliche Initiatorin.
Sie kann es ganz genau sagen, wann es losging: "Am 2.2. um 2 Uhr." Fanden damals noch etwa 20 Flüchtlinge den Weg nach Daun, sind es heute teilweise bis zu 80. Aber etwas ist anders an diesem Tag: Auf das Engagement von Rita Schmaus und das vieler weiterer ehrenamtlicher Mitstreiter ist man auch in Mainz aufmerksam geworden. Deshalb informierte sich die rheinland-pfälzische Integrationsministerin Irene Alt (Grüne) vor Ort über das Café Asyl, begleitet von den örtlichen Landtagsabgeordneten Astrid Schmitt (SPD) und Dietmar Johnen (Grüne). "Die Menschen, die aus Krieg und Elend geflüchtet sind und Zuflucht in der Vulkaneifel gefunden haben, sind hier willkommen, wie das Café Asyl beweist", sagt Irene Alt.
In der ehemaligen Wartehalle des Bahnhofs herrscht bei Musik, Kaffee, Tee und Kuchen gute Stimmung, eine Etage höher geht es in einer kleinen Runde um die vielen kleinen und großen Probleme, die Ehrenamtler und Flüchtlinge haben. Die Ministerin erfährt von bürokratischen Hindernissen, wenn eine Verwaltung nicht weiß, was eine andere tut, von nicht nachvollziehbaren Ablehnungsbescheiden, von Schwierigkeiten in bestimmten Gemeinschaftsunterkünftenoder die der Dauner Tafel, die mit der Versorgung auch der Flüchtlinge an ihre Grenzen stößt. Hoffnung auf eine schnelle Lösung kann Irene Alt nur selten machen, vieles wird sie noch länger beschäftigen. stsExtra

Im Café Asyl sollen die Flüchtlinge "in ungezwungener Umgebung" mit Menschen aus der Region zusammenkommen, schreibt das Haus der Jugend (HdJ) Jeden Montag, von 14 bis 16.30 Uhr hat das Café geöffnet. Es findet in den Räumen des HdJ, Bahnhofstraße 29, Daun, statt. lbe