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Dauner Gericht verhängt 900 Euro Geldstrafe für Besitz von Kinderpornos

Daun. Ein 46-jähriger Angeklagte aus dem Landkreis Vulkaneifel ist vom Dauner Amtsgericht wegen des Besitzes von Kinderpornos verurteilt worden. Das Urteil über 900 Euro Geldstrafe ist rechtskräftig.

Der 46-jährige Angeklagte war bereits im Juni 2006 wegen dem Besitz von Kinderpornos aufgefallen. Bei routinemäßigen Kontrollen der Polizei auf einschlägigen Internetseiten hatten die „Internetpolizisten“ den ledigen Kraftfahrer als Nutzer ausgemacht. Sie entdeckten bei einer Hausdurchsuchung zehn auf Datenträgern gespeicherte Bilder und Videos.

Staatsanwalt Christian Schmidt erläutert: „In den Aufnahmen werden sexuellen Handlungen von Kindern unter 14 Jahren untereinander oder mit Erwachsenen realitätsnah dargestellt.“

Doch damit nicht genug. Bei einer erneuten Hausdurchsuchung im März 2008 fanden die Beamten wieder Kinderpornos. Sie beschlagnahmten bei dem mittlerweile arbeitslosen Kraftfahrer drei Computer und fünf Handys. In der heutigen Verhandlung legte der mehrfach vorbestrafte 46-Jährige sofort ein umfassendes Geständnis ab. Die Anklage sei „vollkommen zutreffend“.

Allerdings stutzten die Zuschauer im Gerichtssaal, als Richter Hans Schrot das Vorstrafenregister des Angeklagten verlas. Bereits als Jugendlicher saß der gebürtige Trierer mehrmals wegen räuberischer Erpressung und schwerem Diebstahl im Gefängnis. Zuletzt wurde er vor 20 Jahren wegen versuchter Vergewaltigung und fahrlässiger Körperverletzung zu einer Haftstrafe (mit anschließender Führungsaufsicht) verurteilt.

Im Plädoyer hat Staatsanwalt Schmidt das Geständnis und die bereits lange zurückliegenden Vorstrafen den neuen Straftaten gegenübergestellt: „Beim genauen Abwägen ist eine Geldstrafe noch zu vertreten.“ Richter Schrot hat in die gleiche Kerbe geschlagen, warnte aber in Richtung des Angeklagten: „Derartige kinderpornografischen Aufnahmen entstehen nur durch den Missbrauch von Kindern.“ Da der Angeklagte die Vorwarnung durch die ersten Hausdurchsuchung ignoriert habe, solle er das Urteil ernstnehmen. Das Urteil über 900 Euro Geldstrafe ist rechtskräftig. Wegen des raschen Geständnisses war der Prozess bereits nach 20 Minuten zu Ende.