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Der Mann, der fünf Blocks kaufen will: Landrat stellt Investor Manfred Klever vor

Der Mann, der fünf Blocks kaufen will: Landrat stellt Investor Manfred Klever vor

Der Bitburger Unternehmer Manfred Klever ist der Großinvestor bei der Umnutzung der alten Kaserne. Gleich fünf Blocks will er kaufen. In der Sitzung des Gewerbevereins hat er sein Konzept eines Service-, Wohn- und Sozialzentrums vorgestellt – ein 20-Millionen-Euro-Projekt.

 Kauft die Gebäude der Alten Kaserne in Bitburg: Manfred Klever.
Kauft die Gebäude der Alten Kaserne in Bitburg: Manfred Klever. Foto: Dagmar Schommer

Der erste Name ist raus. Manfred Klever ist einer der elf Bieter, die beim in Kürze anstehenden Verkauf der alten Kasernen-Gebäude den Zuschlag bekommen hat. In der Sitzung des Gewerbevereins hat der Bitburger Unternehmer am Donnerstagabend auf Einladung von Gewerbevereins-Chef Edgar Bujara und Landrat Joachim Streit sein Konzept vorgestellt. Es geht nicht um die Umnutzung eines einzelnen Blocks, sondern gleich fünf der riesigen Gebäude will Klever kaufen - und in Zusammenarbeit mit der Dignum Immobilien GmbH, deren Geschäftsführer der Architekt Friedrich Ohnewein ist, umgestalten.

Junge Leute wie auch Senioren Den Architekten habe er in Österreich kennengelernt, als er dort ein altes Bauernhaus restaurieren ließ, erzählt Klever, der mit seiner Firma EFS seit 2007 auch einen Standort in Österreich unterhält. Ohnewein hat in der Steiermark beispielsweise das Kloster Feldbach umgestaltet, wo inzwischen betreutes Wohnen angeboten wird. "Das ist ein wichtiges Thema", sagt Klever, der auch in der Kaserne in einem Block betreutes Wohnen samt Seniorenresidenz plant. Ein weiterer Block soll zum Hotel ausgebaut werden. Zudem ist an Appartmentwohnungen, eine Kindertagesstätte und ein Tagungshotel samt Bäckerei gedacht, "wo man auch ein bezahlbares Mittagessen bekommt."

Was die Appartmentwohnungen angeht, denkt Klever neben Penthouse-Wohnungen, die sich teils über zwei Stockwerke ziehen, auch an 40 bis 50 Quadratmeter große Einheiten: "Für junge Leute, sogenannte Starter-Wohnungen." Die Verwaltung des Komplexes soll ebenfalls vor Ort in einem Block untergebracht werden. Darüber hinaus könnten sich auch Dienstleister in einem der Blocks ansiedeln - etwa aus dem Gesundheitsbereich.

Insgesamt geht es in dem Konzept, das Klever als Service-, Wohn- und Sozialzentrum umreißt, um eine Wohnfläche von insgesamt 13.000 Quadratmeter, die er "auf allerhöchstem Niveau" sowie behindertengerecht ausbauen will. Auch mit der Lebenshilfe, die sich für Menschen mit Behinderung einsetzt, stünde er in Gesprächen über eine mögliche Kooperation.

Was die Bauzeit angeht, kalkuliert der Unternehmer mit drei bis vier Jahren - gegliedert in mehrere Bauabschnitte, bei denen einzelne Einheiten bereits vor Ablauf der Gesamtbauzeit fertig werden sollen. Auf die Frage von Gewerbevereinsvorsitzenden Bujara nach der Höhe der Investition antwortet Klever zunächst mit "viel Geld" - und präzisiert dann doch: "Alles in allem werden es am Ende wohl so um die 20 Millionen Euro".

Was ihn an dem Projekt reizt, ist vor allem die Tatsache, dass es sich um denkmalgeschützte Gebäude handelt: "Das hat einen eigenen Charme und auch Wert", sagt Klever, der zudem die großzügige Parkplatz-Situation schätzt: "Wo gibt es das schon in der Innenstadt." Was die Lage angeht, denkt Klever einen Schritt weiter: "Mit Blick auf die Housing wird Bitburg weiter in diese Richtung wachsen und dann liegt die Kaserne mittendrin."