1. Region

Die Strategie fürs Stadtentwicklungskonzept

Die Strategie fürs Stadtentwicklungskonzept

Ein Investor kauft Altbauten, die Stadt zahlt deren Abbruch, der Investor baut neue Geschäfts- und Wohnräume: Das ist eine Idee des Leitfadens für ein nachhaltiges Stadtentwicklungskonzept in Wittlich. Das Strategiepapier wird dem Wirtschafts- und Marketingausschuss in seiner Sitzung am morgigen Mittwoch vorgestellt.

Der Leitfaden zum Stadtentwicklungskonzept ist derzeit auf den Bereich Marktplatz, Burgstraße, Neustraße und Oberstraße begrenzt. Es definiert folgendes Ziel: „Schnelle Umsetzung der geplanten privaten Investitionen im Bereich der Neustraße, der Burgstraße, der Altneugasse und der Oberstraße als Anstoß-Investition“. Als eine solche ist bereits das „Passagen-Projekt“, Durchbruch zur Altneugasse, mit städtischer Hilfe gestartet. Zu dessen unmittelbarem Umfeld ist im Leitfaden zu lesen: „Aktuell beabsichtigen einige Privatinvestoren im Bereich der geplanten Passage eine Gesamtgrundfläche von bis zu 1400 Quadratmetern neu zu überbauen beziehungsweise eine Generalsanierung vorzunehmen.“ Es sei auch an eine Tiefgarage mit 25 Stellplätzen gedacht. Da Investitionen an dieser Stelle mit teuren Gebäudeabbrüchen verbunden seien, könne die Stadt sich dabei finanziell beteiligen.

Durch diese Förderung könnten „mit vergleichbar geringem Aufwand erhebliche Investitionen in der Innenstadt generiert werden, die exakt die Ziele des Stadtentwicklungskonzeptes verfolgen“. Der Leitfaden sieht zudem eine Bestandsaufnahme vor nebst Fragebogen für Eigentümer. Außerdem ist ein Besetzungsvorschlag für den Runden Tisch abzustimmen. Demnach soll der Runde Tisch bestehen aus: einem vierköpfigen Team der Stadtverwaltung, je einem Vertreter der derzeit fünf Stadtratsfraktionen und einem Vertreter des Stadtmarketingvereins.

Laut Ausschussunterlagen soll sich die Gruppe beratende Funktion haben und sich mindestens vier Mal jährlich treffen. Bei Bedarf könnten Eigentümer, Investoren, weitere im Stadtmarketingverein Aktive und externe Fachleute dieses Gremium ergänzen.