Diebe stehlen Erinnerungsstücke von Gräbern

Diebe stehlen Erinnerungsstücke von Gräbern

Vor zwei Jahren haben Hajo und Maria Weinmann ihren Sohn Tim verloren. Der Wildwasser-Kajakfahrer war bei einem Wettbewerb in den Tiroler Alpen tödlich verunglückt. Eltern, Freunde und Bekannte schmücken sein Grab mit kleinen Andenken. Jetzt wurden zum wiederholten Mal Erinnerungsstücke gestohlen.

(sim) Den Verlust ihres Sohnes Tim, der als 25-Jähriger vor zwei Jahren auf einem Wildbach in Tirol tödlich verunglückte, können Maria und Hajo Weinmann nur schwer verwinden. Auch nach zwei Jahren ist der Schmerz groß. Umso trauriger ist für die Eltern, dass Tims Grab auf dem Trabener Friedhof nun bereits zum dritten Mal von respektlosen Dieben heimgesucht wurde. Am Wochenende verschwand von Tims Grab ein Körbchen mit einer Blume, einem Foto von Tim, einem kleinen Engel und persönlichen Erinnerungsstücken. Die Erinnerungsstücke waren drei Steinchen, die Hajo und Maria Weinmann in Norwegen von einer Stelle aufgesammelt hatten, an der Tim oft weilte und dort sehr glücklich war.

Zuvor wurde bereits eine schöne Kerze gestohlen, die der damals fünfjährige Patensohn Tims kurz nach dessen Tod auf das Grab gestellt hatte. Das Kind war unendlich traurig, als sein Geschenk plötzlich weg war. Beim zweiten Mal wurde ein Blumenstrauß gestohlen. Maria Weinmann ist traurig und empört: „Wie pietätlos, wie gefühlskalt, wie krank müssen Menschen sein, die Tote bestehlen.“ Sie appelliert an den oder die Diebe: „Bitte lasst die Finger weg von unseren Gräbern. Die Gräber zu schmücken, ist doch das Einzige, was wir noch für die Menschen, die wir so sehr geliebt haben, tun können.“