Dieselskandal: Trierer Landgericht fällt 500 Urteile in 2019

Kostenpflichtiger Inhalt: Justiz : Trierer Landgericht hat in diesem Jahr fast 500 Urteile im Dieselskandal gefällt

Noch immer klagen Besitzer von Dieselautos mit sogenannter Schummelsoftware um Schadenersatz. Allein in Trier sind in diesem Jahr bereits fast 500 Urteile dazu gefällt worden. Und etliche mehr kommen noch.

Das Trierer Landgericht hat in diesem Jahr bereits 492 Urteile in Sachen Dieselskandal gefällt. Das bestätigte eine Sprecherin des Gerichts auf Anfrage von volksfreund.de. Derzeit seien noch 182 Verfahren anhängig, sagte sie. Die meisten Verfahren hätten streitig geendet, heißt: sie gehen in die nächste Instanz zum Oberlandesgericht. In dieser zweiten Instanz würden „zum ganz überwiegenden Teil“ Vergleiche geschlossen, die Verfahren würden also beendet, in dem sich die Parteien einigten, sagt Silvia Schattenkirchner. Sie ist Leiterin Verbraucherrecht beim ADAC und spricht heute bei der Tagung der ADAC-Vertragsanwälte in Trier. Dabei wird es auch um das Thema Dieselskandal gehen. Einige Oberlandesgerichte hätten inzwischen zugunsten der Verbraucher, also der Besitzer von Dieselautos mit eingebauter Abschaltautomatik, entschieden, so die Juristin.

Die Schadenersatzverfahren beträfen nicht nur Autos von VW, sondern auch auch Dieselfahrzeuge der Marken AUDI, Porsche (Modelle Macan und Cayenne) sowie auch Mercedes-Benz, sagt der Trierer Fachanwalt für Verkehrsrecht und ADAC-Vertragsanwalt Jürgen Verheul. Alle von seiner Kanzlei geführten Rechtsstreitigkeiten in Sachen Dieselskandal seien bislang zugunsten der Autobesitzer entschieden worden. Auch Verheul bestätigt, dass vor allem VW in der nächsten Instanz, also vor dem Oberlandesgericht, derzeit vermehrt Vergleiche anbiete.

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