Diller kritisiert Haltung der CDU bei „Uni-Vorschlag“

Diller kritisiert Haltung der CDU bei „Uni-Vorschlag“

Der Hermeskeiler Bundestagsabgeordnete Karl Diller (SPD) kritisiert Stadtbürgermeisterin Ilona König und VG-Chef Michael Hülpes (CDU) wegen ihres Festhaltens an der Idee des Uni-Betriebs an der Kaserne.

In der Diskussion über eine mögliche Teilverlagerung der Uni Trier in die frühere Hochwaldkaserne hat sich jetzt auch der Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, Karl Diller, zu Wort gemeldet. Als Reaktion auf den TV-Bericht vom Dienstag, in dem Bürgermeister Michael Hülpes und Stadtbürgermeisterin Ilona König (beide CDU) betont hatten, dass man an dieser Idee „dranbleiben sollte“, sagte der SPD-Politiker: „Aus diesen Sätzen scheint das schlechte Gewissen der beiden wegen ihrer Fehlentscheidung hervor“.
Der Bundestagsabgeordnete aus Hermeskeil wirft den CDU-Kommunalpolitikern vor, „dass sie jetzt von Dritten – der Uni Trier – fordern, was sie selbst in eigener Verantwortung bei der Entscheidung über den künftigen Standort von Gymnasium beziehungsweise Berufsbildender Schule (BBS) Hermeskeil in eigener Verantwortung hätten leisten können und leisten müssen“.
Diller bezieht sich dabei auf die Aussagen von König und Hülpes, dass „die Kaserne nach einer solchen Nutzung schreit“ und mehrere Einrichtungen des früheren Militärkomplexes sofort genutzt werden könnten, wenn es darum ginge, die Raumnot an der Trierer Uni kurzfristig zu lindern.„So richtig diese Aussagen sind, so zutreffend waren sie auch bei der Entscheidung, wie den Raumnöten am Gymnasium am besten begegnet werden können“, sagt Diller. Hintergrund für diese Kritik ist, dass die Trier-Saarburger SPD-Kreistagsfraktion in der Vergangenheit mehrfach mit ihren Vorschlägen erfolglos blieb. Sie hatte seit 2006 wiederholt die Hochwaldkaserne als alternativen Schulstandort ins Spiel gebracht. Zuletzt hatte der Kreis als Schulträger im Herbst der SPD-Idee eines Umzugs der BBS – auch wegen des Widerstands der Schulleitung selbst - eine Abfuhr erteilt. Für das unter Platznot leidende Gymnasium wurde kürzlich die Errichtung eines Erweiterungsbaus am bisherigen Standort in der Borwiese auf den Weg gebracht (der TV berichtete mehrfach). Nach Ansicht von Diller hätte jedoch die „Chance für eine kostengünstige Verlegung“ bestanden, sie sei aber ungenutzt geblieben. „Alle klugen Vorschläge der SPD sind von der CDU-Seite rundweg abgelehnt worden, unter anderem mit der Behauptung, im Kasernenbereich gäbe es ungünstige architektonische, statische und lagebedingte Gegebenheiten“, moniert Diller. Er betont abschließend: „Wer noch vor wenigen Wochen in eigener Entscheidungskompetenz der kommunalen Familie eine Verlegung unterließ und jetzt eine solche Entscheidung von Dritten verlangt, verspielt seine Glaubwürdigkeit“.