Dreyer: SPD-Chefin Nahles ist nicht alleine Schuld am Zustand der Partei

Politik : Dreyer: SPD-Chefin Nahles ist nicht alleine Schuld am Zustand der Partei

Die stellvertretende Bundesvorsitzende sagte am Rande des Landesparteitags der SPD in Wittlich, das alle für die schlechten Umfragewerte Verantwortung übernehmen müssten.

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin und stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende, Malu Dreyer, warnt davor, der Parteivorsitzenden Andrea Nahles allein die Schuld für die schlechten Umfragewerte zu geben. "Wir müssen alle die Verantwortung dafür übernehmen", sagte Dreyer am Rande des Landesparteitags in Wittlich. Die SPD müsse sich in der großen Koalition "vernünftig absetzen". Dreyer zeigt sich zuversichtlich, dass das den Genossen gelingen wird. Sie nennt es im Bezug auf ihre Person eine "Gratwanderung" zwischen Land und Bund wegen ihrer Ämter als Ministerpräsidentin und stellvertretende Bundesvorsitzende.

Der Vorsitzende der rheinland-pfälzischen Jusos, Umut Kurt, kritisierte im Gespräch mit volksfreund.de, dass die Erneuerung der Partei auf Bundesebene zu schleppend sei. Der Bundesvorsitzenden Nahles fehle der "Drive". Er sprach von einem Kommunikationsdesaster bei der Verkündung der Spitzenkandidatin der Partei zur Europawahl, Katarina Barley. Er als Vorstandsmitglied habe die Nominierung durch die Medien erfahren und nicht durch die Vorsitzende.

Der wiedergewählte SPD-Landesvorsitzende Roger Lewentz ruft seine Partei zu einer größeren Geschlossenheit auf. Das könne die Bundespartei von den rheinland-pfälzischen Genossen lernen. Man müsse den Menschen im positiven Sinne aufs Mau, schauen, sagte Lewentz gegenüber volksfreund.de

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