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Drogendealer im Visier der Ermittler: Polizei zieht positive Bilanz

Drogendealer im Visier der Ermittler: Polizei zieht positive Bilanz

Schlag gegen einen Eifeler Drogendealerring: Nach dem Abschluss der Ermittlungen hat die Staatsanwaltschaft Trier weitere Details zur Arbeit der Ermittlungsgruppe "Fink" (der Trierische Volksfreund berichtete) bekannt gegeben.

(red) Im Januar 2009 hatte die Polizei einen 28-Jährigen aus Prüm festgenommen. Diese Festnahme zog nach Angaben der Staatsanwaltschaft eine Vielzahl von Ermittlungsverfahren gegen Drogendealer der oberen und mittleren Ebene, aber auch gegen Unterverteiler bis hin zu Konsumenten nach sich.

So wurden neben dem Haupttäter aus Prüm und zahlreichen weiteren Personen aus der Eifel weitere in Rauschgiftkriminalität verstrickte Personen in Kaiserslautern, Koblenz, dem Westerwald, Köln, Duisburg, Aachen und Euskirchen festgenommen. Viele der Festgenommenen machten umfangreiche Angaben nicht nur zu eigenen Betäubungsmittelgeschäften, sondern belasteten auch andere in die Betäubungsmittelkriminalität involvierte Personen und boten den Verfolgungsbehörden so Ansatzpunkte für weitere Ermittlungen. Insgesamt richten sich die Ermittlungen in diesem Gesamtkomplex gegen mittlerweile 290 Personen.

Die Gesamtmenge der eingeführten und in Umlauf gebrachten Drogen betrage laut Angaben der Behörden bis jetzt über 200 Kilogramm Amphetamin, 200 Kilogramm Cannabis, fünf Kilogramm Kokain, 30.000 Ecstasy-Pillen und 30.000 Potenzpillen. Dies entspreche etwa 1.250.000 Konsumeinheiten mit einem Straßenverkaufswert von etwa fünf Millionen Euro. Hierbei isei nicht berücksichtigt, dass die Betäubungsmittel von den Abnehmern regelmäßig gestreckt werden, um den Gewinn zu steigern.

Gegen mittlerweile 45 Drogenhändler und Kuriere erließ das Amtsgericht Trier auf Antrag der Staatsanwaltschaft Trier Haftbefehle. In über 100 Verfahren erfolgten Durchsuchungsmaßnahmen. Zahlreiche Beschuldigte sind inzwischen rechtskräftig zu zum Teil langjährigen Freiheitsstrafen verurteilt worden. Bei bestehender Betäubungsmittelabhängigkeit ordneten die Gerichte daneben die Unterbringung in Entziehungsanstalten an. In weiteren Verfahren stehen die Urteile noch aus.