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Eifel/Mosel: Nach Unwetter teils dramatisches Hochwasser

Unwetter in Region : Nach Hochwasser: Dramatische Lage an der Mosel und in der Eifel

Die Lage in der Region Trier nach dem Unwetter in der Nacht zum Donnerstag ist teils dramatisch. Vielerorts sind die Schäden noch nicht absehbar. Manche Orte oder Häuser in der Eifel und an der Mosel sind von der Außenwelt abgeschnitten.

Nach Überflutungen und Dauerregen in der Nacht zum Donnerstag ist die Situation in vielen Orten der Region Eifel/Mosel weiter angespannt. Besonders kritisch ist die Lage durch das Unwetter aktuell im Eifel-Landkreis Ahrweiler. Dort sind nach Polizeiangaben vier Menschen ums Leben gekommen. Die weiteren Umstände seien noch unklar. Im Eifel-Ort Schuld bei Adenau sind den Angaben zufolge in der Nacht zum Donnerstag sechs Häuser eingestürzt. Derzeit würden dort mehr als 70 Menschen vermisst. Ungefähr 50 Menschen befänden sich nach wie vor auf Hausdächern und müssten gerettet werden.

Eifel-Unwetter: Menschen durch Hochwasser in ihren Häusern eingeschlossen

Wegen des Hochwassers der Flüsse und Bäche waren am Donnerstagmorgen auch noch mehrere Menschen in den Eifelorten Brecht und Waxweiler (Kreis Bitburg-Prüm) in ihren Häusern eingeschlossen. Der Polizeihubschrauber sei angefordert worden, um die Bewohner zu evakuieren, sagte der Brand- und Katastrophenschutzinspekteur des Eifelkreises, Jürgen Larisch, am Donnerstagmorgen volksfreund.de.

Unter den fünf Eingeschlossenen in Waxweiler sind den Angaben zufolge auch zwei Kinder. Das umspülte Haus der Familie ist offenbar einsturzgefährdet.

In Brecht unweit von Bitburg hätten sich die Leute auf das Dach des Hauses geflüchtet. Durch das Dorf fließt die Prüm, die auch vom Bitburger Staussee gespeist ist. Wegen der großen Wassermassen nach dem Unwetter drohte die Staumauer zeitweise zu brechen.

Diese Gefahr sei allerdings gebannt, sagte Larisch. Der Wasserstand sinke dort sogar schon wieder.

Von Hochwasser eingeschlossen: Helfer saßen bei Bitburg auf Autodach fest

Entwarnung gibt es auch von mehreren Helfern, die in Messerich bei Bitburg auf dem Dach ihres Autos in den Fluten eingeschlossen waren. Sie seien inzwischen aus ihrer misslichen Lage befreit worden, sagte der Katastrophenschutzinspekteur.

Unwetter bringt Hochwasser an Kyll und Mosel in der Region Trier

Derweil ist die Lage in Kordel (Kreis Trier-Saarburg) weiter angespannt. Der Ort an der Kyll war nach dem Unwetter am Donnerstagmorgen von der Außenwelt abgeschnitten. Der Wasserstand der Kyll war von normalerweise einem Meter auf über 7,50 Meter angestiegen. Auch in Trier-Ehrang ist von einer prekären Lage die Rede. Dort flißet die Kyll in die Mosel. Die Stadt Trier wurde bis Donnerstagmorgen vom Hochwasser nicht so stark getroffen wie andere Teile der Region. Nach Angaben des Presseamtes kam es in Trier zu 40 Einsätzen.

Bei all den dramatischen Meldungen gibt es auch eine gute Nachricht: Von Verletzten oder gar Toten in der Region Trier und Mosel durch das Unwetter war zunächst nichts bekannt. Aktuelle Nachrichten zur Hochwasser-Lage in der Region Trier/Mosel/Eifel finden Sie auch in unserem Liveticker.