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Eifeler Maschinenhersteller gewinnt Bundesforschungspreis

Eifeler Maschinenhersteller gewinnt Bundesforschungspreis

Hightech auf dem Lande: Die Abteilung ABBIS bio process automation der in Wiesbaum ansässigen Vulkan Technic Maschinen-Konstruktions GmbH hat mit beteiligten Partnern heute den mit 1,5 Millionen Euro dotierten Innovationspreis Medizintechnik des Bundesforschungsministeriums gewonnen.

(mh) In den nächsten drei Jahren will das Unternehmen ein Laborgerät entwickeln, mit dem gezielt Krebszellen im Blut aufgespürt und eingefangen werden können. Die Therapiemöglichkeiten sollen damit erheblich verbessert werden.

Speziell sollen mit dem neuen Verfahren einzelne Krebszellen im Blut nachgewiesen werden, die in der Lage sind, Metastasen zu bilden. So kann früher und damit letztlich erfolgversprechender mit einer Behandlung begonnen werden.

Das Spektakuläre bei diesem Verfahren sind so genannte "Nano-Angeln". Hierbei handelt es sich um Oberflächen mit winzigen Tentakeln, die nur das Fünfzigstel einer Haaresbreite lang sind. Sie sind in der Lage, frei schwebende Krebszellen einzufangen.

Zellen sichtbar machen und dann herausfischen

Anschließend können die wuchernden Zellen mit dem gleichen System sichtbar gemacht und herausgefischt werden. Dr. Berit Cleven, die Abteilungsleiterin der rund ein Dutzend Mitarbeiter umfassenden Abteilung des Spezialmaschinenbauers Vulkan Technic, zeigte sich angesichts des Preises hocherfreut: "Ein schöner Erfolg, doch jetzt geht die Arbeit erst richtig los."

Die Abteilung ABBIS existiert seit 2001. Der Umsatz lag laut Vulkan Technic-Geschäftsführer Edgar Caspers "2008 bei rund 1,6 Millionen Euro und ist seit Beginn pro Jahr kontinuierlich um etwa 20 Prozent gestiegen".