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Justiz: Eifeler Schulleiterin klagt gegen Strafversetzung

Justiz : Eifeler Schulleiterin klagt gegen Strafversetzung

War die Strafversetzung einer gegen ihren Willen zur Trierer Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) abgeordneten Schulleiterin aus der Vulkaneifel rechtmäßig? Über diese Frage verhandelt am Dienstag das Trierer Verwaltungsgericht.

Nach einer Mitteilung des Gerichts war die Direktorin einer Förderschule nach Meinungsverschiedenheiten mit dem Kreis als Schulträger zunächst für zwei Monate nach Trier abgeordnet worden. Als Grund habe der Träger auf die schwierige Zusammenarbeit mit der Schulleiterin verwiesen. Diese sei nicht an einer fruchtbaren Zusammenarbeit interessiert, und ihre negative Umgangsweise wirke sich zudem negativ auf die Außenwahrnehmung der Schule aus. Das Vertrauensverhältnis sei daher nachhaltig zerstört.

In der Begründung für die zunächst auf zwei Monate befristete Strafversetzung zur ADD hieß es nach Angaben des Gerichts, dass wegen des Spannungsverhältnisses zwischen der Direktorin und dem Träger die Funktionsfähigkeit der Schule beeinträchtigt sei. Die Schulleiterin habe durch ihr Verhalten maßgeblich zur Entstehung und fehlenden Behebung der Spannungen beigetragen.

Nach den zwei Monaten verlängerte das Land die Abordnung mit der Begründung, dass aufgrund der mehrfachen Vorkomnisse und des Verhaltens der Klägerin nicht davon auszugehen sei, dass das erforderliche gedeihliche Miteinanders wiederhergestellt werden könne.

Die seit 13 Jahren an der Spitze der Förderschule stehende Lehrerin hatte gegen die Abordnungen erfolglos Widerspruch eingelegt. Sie argumentierte nach Angaben des Trierer Verwaltungsgerichts, dass das Vertrauensverhältnis zum Schulträger nicht zerstört sei. Außerdem beeinträchtige die Abordnung ihr berufliches Ansehen. Außerdem sei sie vor der Entscheidung nicht ordnungsgemäß angehört worden, und die Entscheidung sei auf der Grundlage einer Unterlagensammlung ergangen, die das Land in dieser Form nicht habe anlegen dürfen.

Ob das Trierer Verwaltungsgericht bereits am Dienstag eine Entscheidung fällt, ist unklar.