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Eintracht Trier: Seitz beerbt Breu als Trainer

FOTO: Hans Krämer
Trier. Roland Seitz soll als neuer Trainer von Fußball-Regionalligist Eintracht Trier den Verein vor dem Abstieg retten. Im volksfreund.de-Podcast äußern sich Fans zur Zukunft der Eintracht.

(bl) Der bisherige Trainer Reinhold Breu bleibt der Eintracht als Jugendkoordinator und Coach der zweiten Mannschaft erhalten. Assistent von Seitz bis Saisonende wird Ex-Torwarttrainer Sascha Purket.

„Ich freue mich, dass ich wieder da bin. Das ist ehrlich gemeint. Mein Abgang damals war kurzfristig und nicht einfach“: Mit diesen Worten hat sich Roland Seitz (45) am Donnerstagnachmittag bei Eintracht Trier zurückgemeldet. Der Oberpfälzer hatte Trier bereits zu Beginn der Oberliga-Saison 2006/07 trainiert, nach sechs Spielen hatte er ein Angebot des Zweitligisten SC Paderborn angenommen. Seine Bilanz bei der Eintracht: vier Siege, zwei Remis.

Nach der sportlichen Talfahrt (13 Regionalliga-Spiele ohne Sieg) hat die Eintracht nun die Notbremse gezogen. Reinhold Breu war es, der von sich aus einem Stabwechsel ins Spiel gebracht hatte. „Die Mannschaft braucht einen neuen Impuls. Die Situation nach dem 0:2 in Worms war auch für mich sehr schwer. Ich musste einsehen, dass der Effekt des Trainerwechsels verpufft ist und sich die Lage nicht wie gewünscht verbessert hat. Deshalb wollte ich den Weg frei machen und jemand anderem die Gelegenheit bieten, das Ruder rumzureißen“, sagte Breu.

Breu teilte seinen Entschluss dem Vorstand am Mittwoch mit. Der Vorstand nahm Kontakt zu Roland Seitz auf. Seitz machte sich am Mittwochnachmittag auf nach Trier und besprach Details eines Engagements mit dem Vorstand. Bei seinem bisherigen Arbeitgeber SSV Reutlingen löste Seitz heute Vormittag seinen Vertrag auf – danach fuhr er wieder nach Trier, wo er um 16 Uhr sein erstes Training leitet.

Süd-Regionalligist Reutlingen hat Insolvenzantrag gestellt, deshalb wäre dort für Seitz zum 30. Juni ohnehin Schluss gewesen. „Wir wollten jemanden holen, der keinen Stallgeruch hat und unbefangen an die Aufgabe herangehen kann. Mit Roland Seitz stehe ich seit seinem Abgang damals eigentlich immer in Kontakt“, sagte Eintracht-Vorstandsmitglied Ernst Wilhelmi. Er ist froh, dass Breu dem Verein in seinen Funktionen als U-23-Trainer und Jugendkoordinator erhalten bleibt: „Er macht im Nachwuchsbereich eine tolle Arbeit und soll dafür mit der hoffentlich in Kürze anstehenden Anerkennung als DFB-Nachwuchsleistungszentrum belohnt werden.“

Breus bis 2012 datierter Vertrag als Trainer der Regionalliga-Mannschaft wurde aufgelöst. Für den Niederbayer gilt jetzt wieder der alte Jugendkoordinator-Kontrakt.