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Eislaufhalle Trier: Kaum Hoffnung für Saison 2010/11

Eislaufhalle Trier: Kaum Hoffnung für Saison 2010/11

Dass die Trierer Privat-Initiative „Eisfreizeit“ Sanierung und späteren Betrieb der städtischen Eishalle übernimmt, ist nicht ohne Weiteres möglich. Auch die Eislauf-Saison 2010/11 ist daher stark gefährdet.

(woc) Sollte der Stadtrat zustimmen, dass die Trierer Eishalle von einer Privat-Gesellschaft saniert und später betrieben wird, müsse diese Vergabe öffentlich ausgeschrieben werden, erklärt Sportdezernentin Angelika Birk.

Dass die in Gründung befindliche Trierer "Eisfreizeit " GmbH die wegen Mängeln an Technik und Bau geschlossene Halle kurzfristig übernimmt und für die Saison 2010/11 fit macht (der TV berichtete), scheint damit unmöglich geworden zu sein. Die Eisfreizeit GmbH wollte mit gut zwei Millionen Euro Eigenkapital nicht nur ein neues Hallendach errichten, sondern mit neuer Gastronomie den Hallenbesuch attraktiv machen.

Eine Sommernutzung – zum Beispiel als Skate – oder Kartbahn – könnte nach Vorstellung der GmbH zusätzliche Besucher locken. Zusammen mit den Einnahmen aus einer geplanten Solaranlage sollten sich so Investitions- und Betriebskosten refinanzieren.

Die Stadt hat die Investitions- und Baupläne der GmbH bislang zwar noch keiner genaueren Prüfung unterzogen, geht aber von einem erheblich höheren städtischen Zuschussbetrag aus, als von der Gesellschaft bislang kalkuliert. Denn mittlerweile bedarf auch die der Witterung ausgesetze Bodenplatte der Halle, deren Dach im Herbst 2008 abgerissen werden musste, einer Komplettsanierung. Weitere Kosten verursacht die kaputte Kühlanlage: Rund vier Tonnen Ammoniak müssen abgepumpt werden, die Kosten dafür liegen zwischen 30.000 und 35.000 Euro.

„Trotz der ernüchternden Aussagen der Verwaltung hoffen wir weiter, dass wir unser Vorhaben umsetzen können“, sagt Eric Naunheim, Eishockey-Trainer und Mitinitiator der Eisfreizeit GmbH. „Und sollte eine andere Gesellschaft den Zuschlag erhalten, werden wir dieser selbstverständlich mit Rat und Tag zur Seite stehen – uns geht es schließlich nicht darum, mit der Halle Geld zu verdienen, sondern darum, dass in Trier weiterhin Eissport möglich ist.“ Die Hoffnung darauf, dass das im Winter 2010/11 möglich sein wird, hat selbst Naunheim allerdings mittlerweile nicht mehr.