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Hochwasser: Entspannung an der Mosel: Pegel Trier unter acht Meter

Hochwasser : Entspannung an der Mosel: Pegel Trier unter acht Meter

Die Hochwassersituation an der Mosel entspannt sich weiter: Die Pegel sinken zügig. In Trier zeigt der Pegel derzeit 7,65 Meter an.

Update, 16.15 Uhr: Bei 7,65 Meter liegt der Pegel derzeit in Trier. In Zeltingen werden 8,17 Meter gemeldet.

Laut Hochwassermeldeamt haben alle Pegel im Moselgebiet den Hochwasserscheitel überschritten und sind derzeit stetig fallend.

Für die kommenden Tage sind nur geringe Niederschläge vorhergesagt, so dass erneute Anstiege derzeit nicht erwartet werden.

 Hinter der Hochwasserschutzmauer in Zell (Kreis Cochem-Zell) schauen sich Lara Erpelding aus Trier und Tessy Oth und Martine Gladen (beide aus Luxemburg) die bedrohlich hoch stehende Mosel an.
Hinter der Hochwasserschutzmauer in Zell (Kreis Cochem-Zell) schauen sich Lara Erpelding aus Trier und Tessy Oth und Martine Gladen (beide aus Luxemburg) die bedrohlich hoch stehende Mosel an. Foto: TV/Holger Teusch

Update, 12.30 Uhr: Die Pegel fallen zügig, in Trier stand das Wasser um 12 Uhr bei 7,87 Meter. In 24 Stunden soll der Pegel bei 6,55 Meter stehen.

Update, Montag, 10 Uhr: Der Pegel Trier steht bei 7,95 Meter, Zeltingen bei 8,24 Meter.

Update Montag, 7 Uhr: Die Pegel der Mosel fallen überall. Um 5 Uhr am Montagmorgen stand der Pegel Trier laut Hochwassermeldezentrum Trier bei 7,96 Meter, der Pegel Zeltingen bei 8,36 Meter. In den nächsten Stunden sinkt das Wasser weiter, in Trier bis 15 Uhr auf bis zu 7,75 Meter, in Zeltingen auf bis zu 8,15 Meter.

Neue Niederschläge, aber nicht mehr so starkes Hochwasser

Die Hochwasserlage an der Mosel und ihren Nebenflüssen entspannt sich zu Wochenbeginn nach und nach. Die befürchteten Prognosen trafen nicht ein. Bereits am Samstag zeichnete sich ab, dass die Neun-Meter-Marke am Pegel Trier nicht erreicht werden würde. Da auch weniger Regen fiel als vorhergesagt, stiegen die Pegel am Wochenende nicht mehr so stark an.

In mehreren Orten an der Mittelmosel standen Straßen und Keller unter Wasser, so etwa in Pünderich (Kreis Cochem-Zell) und Ürzig (Kreis Bernkastel-Wittlich). Wie Ortsbürgermeister Arno Simon sagte, waren Keller, Wohnungen und Straßen in der Ortschaft Ürzig überschwemmt. Feuerwehrleute unterstützten die Betroffenen. „Die Menschen stapeln Sandsäcke auf, pumpen Keller leer und räumen Wohnungen aus. Wir hoffen, dass sich die Lage bald wieder entspannt“, fügte Simon hinzu.

 In der Stadt Zell (Kreis Cochem-Zell) hatte die Feuerwehr bereits  vor Tagen die Hochwasserschutzmauer mit beweglichen Aluminiumplanken um  weitere 30 Zentimeter erhöht.  Dieser Schutz reicht bis zu einem Pegelstand Trier  von 8,70 Metern.  Wird die Mauer überflutet, stehen in der Altstadt innerhalb weniger Stunden Hunderte Häuser im Wasser. Dies war zuletzt im Jahr 2011 der Fall. Diesmal blieb die Stadt trocken.  Zahlreiche Anwohner hatten diesmal dennoch vorsorglich Läden, Garagen und Keller geräumt. Am Sonntagmittag konnten auch die Zeller endgültig aufatmen, die Prognosen zeigten langsam sinkende Pegelstände.

Die Pegel der Moselzuflüsse fielen bereits am Sonntag, die Mosel selbst stieg bei Perl aber noch an. „Bis 6 Uhr am Montagmorgen   rechnen wir am Pegel Trier mit einem Wasserstand von etwa 8,40 Meter, eher 8,30 Metern. Spätestens dann, möglicherweise aber auch schon früher, fallen die Pegel weiter. Es ist also eine gewisse Entspannung zu erwarten“, sagte Alfred Weinandy vom Hochwassermeldezentrum Trier am Sonntag. Für Dienstag seien zwar wieder leichte Niederschläge angekündigt. „Das Wasser wird aber auf keinen Fall wieder wie auf das Niveau am Wochenende ansteigen“, sagt Weinandy.

Die Schifffahrt auf der Mosel bei Trier bleibt vorerst weiter gesperrt. Unterdessen stiegen die Pegelstände von Mosel und Rhein bei Koblenz weiter.

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