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In Menschengruppe gefahren
Ermittlungen wegen Feller Fastnachtsstreits dauern an

FOTO: Friedemann Vetter
Trier. Die Ermittlungen im Fall des handfesten Streits am Rande einer Fastnachtsveranstaltung in Fell (Kreis Trier-Saarburg) dauern an. Die Abläufe des Geschehens seien nach wie vor unklar. Die Aussagen der Beteiligten widersprächen sich, sagt Polizeisprecher Uwe Konz. Von Rolf Seydewitz

Der Fall hatte überregional für Aufsehen gsorgt, weil zunächst davon die Rede war, dass ein 28-jähriger Autofahrer nach einem Streit in Fell gezielt auf eine Menschengruppe zugefahren sei und dabei einen 18-Jährigen verletzt habe. Der Mann aus der Verbandsgemeinde Wittlich-Land war einige Zeit nach dem Vorfall im gut vier Kilometer entfernten Longuich gefasst und wegen eines versuchten Tötungsdelikts vorübergehend festgenommen, später aber wieder freigelassen worden. Der Verdacht eines Tötungsversuchs habe sich nicht erhärten lassen, hieß es seinerzeit zur Begründung.

Gegen den 28-Jährigen werde jetzt wegen Körperverletzung und eines Verkehrsdelikts ermittelt, sagt Polizeisprecher Uwe Konz. Auch gegen den 23-jährigen Bruder des Autofahrers werde wegen Widerstands gegen Polizeibeamte ermittelt. Damit aber nicht genug: Nach Angaben des Trierer Polizeisprechers gibt es wegen des „tumultartigen Vorfalls“ in der Nacht zum Rosenmontag eine Vielzahl weiterer potenzieller Tatverdächtiger und Zeugen. Konkretere Angaben werden derzeit nicht gemacht. Unmittelbar nach der handfesten Auseinandersetzung sagte Uwe Konz auf TV-Anfrage: „ Da war ganz viel Alkohol im Spiel.“